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Böhmerwald 2010
und eine Woche Tauern

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Wir fahren wieder und diesmal nicht nach Frankreich; Heidi hat gemeint, naja ... , muss man immer streiten, also mal ein paar Kilometer weniger ..., kauf ich halt ein paar Flaschen mehr vom Französischem.
Wir fahren also nach Klaffer in den Böhmerwald nach Oberösterreich zum Wandern und Fahrrad fahren. Zum Böhmerwald gehörten früher auch der Bayrische Wald und der Oberpfälzer Wald. http://de.wikipedia.org/
Aber Morgen fahren wir erst mal nach Hluboka für ein paar Tage. Das Packen lief ohne große Diskussion. Die Vignette für das Nachbarland ist angebracht, und so können wir ein paar Tage bei die Tschechen vorbei schauen. Ja ich weiß, da ist ein grammatisches Fehlerchen, aber wir fahren nun mal gern rüber bei die Tschechen.
Für Klaffer entschieden wir uns wegen der aus dem Internet druckbaren Wanderwege und Fahrradtouren, sowie der Wander- und Fahrradkarte die wir kostenlos zugeschickt bekamen. Außerdem können wir in einem Urlaub gleich drei Länder auf einmal mit wandern erreichen. Wenn wir dann noch Zeit haben wollen wir an den Großglockner.



0.Tag
14.8
Sa

 

 


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Harmonie war heute angesagt. Jetzt staunt Ihr und die hielt den ganzen Tag. Also nach Louny, Slany, Boroun, und Pribam. Hier versagte dann unser Navi. Da ich eine Karte nicht brauchte, schließlich hatte ich ein Navi, fuhr ich ein klein wenig nach Gefühl. Schließlich war alles was nach Süden ging unsere Richtung, also zeigte uns die Sonne den Weg. Die Sonne log. Auch hatten sich einige Wege hier geändert, einmal durch Neubau oder mit Unpassierbarkeit. Die Straße nach Kladno war komplett gesperrt und die Umleitung war saumäßig ausgeschildert und von uns nicht zu deuten.
Angekommen auf unserem Lieblingszeltplatz in Hluboka "Autocamping" waren wir entsetzt über den Zustand. Heidi war richtig sauer, hier war nichts in den letzten Jahren gemacht wurden. Naja also zum nächsten Platz. Ein See, ein mit Minihecke umzäunter Platz, Gras unter den Füßen, hier bleiben wir 3, 4 Tage. Die Gegend hier in Südböhmen ist trotzdem fantastisch. Auch hier auf dem Campingplatz in Brezdev ist man noch weit entfernt vom Niveau und da meine ich nicht als Vergleich die Plätze in Südfrankreich. Aber wir sind autark, wir können alles im Wohnwagen erledigen, auch wenn es mal irgendwo drückt. Nur das ich alles wegschaffen muss, und die ständige Wasserauffüllerei machen mich fertig. Wir Männer habens halt schwer!



1.Tag
15.8
So

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Hörnchen gibt es hier auf dem Zeltplatz ab 8:00 und ich war pünktlich. Dazu gönnte ich mir einen Pfannkuchen. Frühstück anrichten und das Engelchen wecken.
Mit dem Fahrrad nach Budweis. Auf halben Weg stelle ich wieder mal fest; der Fotoapparat wurde vergessen, er lag noch im Kofferraum. Budweis verändert sich jedes Mal ein wenig. Immer mehr der alten Häuser werden restauriert. Aber auch viele alte Geschäfte verschwinden und die Schmuckgeschäfte nehmen überproportional zu. Wir betreiben unseren Lieblingssport, Zeitungen kaufen und die kleinen tschechischen Schnittchen essen.
Nach 31 km am Zelt bezahlen wir den Platz, da wir jetzt im Besitz von Kronen sind und gehen in die Pilze, denn der Zeltplatz liegt an einem See und ist von Wald umgeben. Vorher aber schwatzte Mutti mit der Nachbarin aus Mecklenburg. So hatte ich eine weitere Stunde vollkommene Ruhe im Wohnwagen. Leider wussten die Pilze von unserem Plan, es gibt also Brot mit Käse und Wurst zum Abendbrot.



2.Tag
16.8
Mo

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Grau, überall grau, der Himmel hängt voller Tränen. Wir muddeln rum. Für 24 Stunden kostet das Internet hier auf dem Platz 50 Kronen, etwa 2 €. So besucht Heidi einen Kochkurs beim WDR über Apfelkuchen und ich presse mein Ohr auf die Matratze. Mittag fällt aus, da der Kalorienverbrauch gleich null ist, obwohl der Haushaltvorstand schon den Abwasch erledigt hat. Heidi ist noch immer enttäuscht über den Zeltplatz in Hluboka, denn wir waren dort viele Jahre mit unseren Kindern, dem Trabbi und dem Steilwandzelt. Und jetzt, ein Zelt, ein Wohnwagen und ein oder zwei vermietete Hütten waren alles. Ungepflegter Rasen, der See fast zugewachsen mit Wasserpflanzen usw. , einfach enttäuschend.
Ich schau schon mal nach dem Wein für den Abend. Immer unterwegs, fleißig und emsig wie ein Bienchen, ich eben. Aber aus dem Wein wurde nichts, denn ich traf den Nachbarn aus Mecklenburg in der Gaststätte auf dem Zeltplatz oder auch er mich oder so. Heidi schaute nach mir, der Nachbar war Bäckermeister, so gab es genügend Gesprächsstoff und ich zog mich zurück, denn der Abendbrottisch war schon gedeckt.



3.Tag
17.8
Di

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Heute gratulierten wir zuerst Nora, der Frau vom alten Stein, zum Geburtstag eh wir frühstückten. Wir wollten heute nach Hrdějovice, das sind Namen, wie sollen die über meine Zunge kommen. Selbst wenn sie über die Zunge rollten und den Mund verließen, echt, welcher Tscheche sollte das dann noch verstanden haben. mein Foto Also der Nase nach, 5 km hin und 5 km zurück, was soll's. Nach 25 km fragten wir dann aber doch nach dem Weg. Der ältere Herr erklärte uns den Weg. Ich gebe zu, er gab sich Mühe aber der Weg war falsch. Bei 35 km dann wieder ein ältere Herr, auch er erklärte sehr genau bis ihn eine jüngere Frau unterbrach und ihn korrigierte. Nach 10 min waren wir am Ziel.
Die Keramikfabrik in der wir seit 30 Jahren Schüsseln, Krüge, Kannen, Kerzenhalter, kleinere Gefäße und natürlich auch das was eigentlich keiner braucht kaufen, hat sich nicht verändert. Auch die Mädels die einen die Keramik verkaufen sind glaube ich schon immer da gewesen. Wir trafen Sie beim Päuschen, das sie dann für uns unterbrachen. Die Mädels vom Verkauf und Heidi kamen ins plauschen und das können Frauen stundenlang. Ich bewies Geduld, viel Geduld. Dann die letzten 5 km zurück. mein Foto Diesmal ging nichts schief. Noch schnell bei Penny vorbei, denn ich hatte meine Zahnbürste vergessen auch die Kaffeefilter gingen zur Neige. Das es hier deutsche Butter gab wunderte mich dann schon ein wenig. Aber Aldi, Lidl, Penny und ähnliche scheinen hier alles zu übernehmen. In Hluboka stellten wir dann auch noch fest, dass die letzte Kaufhalle aus sozialistischen Zeiten abgerissen wurde und einem Neubau weichen musste. Hier dauert alles etwas länger aber sie entkommen der Gewinnmaximierung nicht.
Am Platz angekommen genießen wir das Campingleben, da war noch was vom Roten. Heidi wollte sich nicht von den Pilzen geschlagen geben, aber es steht 2:0 für die Pilze. Auch die anderen waren nicht sonderlich erfolgreich.



4.Tag
18.8
Mi

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Heute ging's aufs Rad. Die Sonne quälte sich aus den Wolken und verschwand wieder. Nach 10 km wurde das Rad im Wald flachgelegt und der Pilzbeutel herausgeholt. Heute verloren die Pilze. Sie verschwanden im Beutel und kamen aus der Pfanne direkt auf meinen Abendbrotteller.
mein Foto Nach der Pilzjagd fuhren wir aber noch nach Trebon. Es hat sich viel verändert in den letzten Jahren. Mit Christiane waren wir das erste Mal hier, da war sie vier. Auch Erinnerungen an die Sachen die wir hier gekauft hatten von den wenigen Kronen die wir damals tauschen konnten. Der Marktplatz, das Schloss, die Kirche alles schön zurechtgemacht. Auch die Stadt war recht ordentlich, nur die Straßen ... Es gibt hier viele Durchgänge und viele Hinterhöfe in denen noch richtig Leben ist, unter anderem eine Schmiede die noch richtig in Betrieb war.
Am Zeltplatz zum Abendbrot noch Bier frisch vom Fass, 30 Kronen der halbe Liter, etwa 1,20 €. Da musste noch mehr aus dem Fass abgelassen werden. Dann kam ein Motorradfahrer aus Nürnberg vorbei, wir schwatzten, seine Frau war aus Schottland, seine Schwiegertochter kommt wahrscheinlich aus Friedewald bei Moritzburg. Jetzt nur noch alle letzten Reisen besprochen und noch mal kurz so von Früher geredet und es wurde ganz schön spät.
mein Foto mein Foto mein Foto



5.Tag
19.8
Do

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meine


Heute wollte die Sonne alles wieder gut machen. Die Luft aufgepumpt mit der neuen Luftpumpe für 39 €. Auch bei dem Preis darf man noch selber Pumpen und aufs Rad. Wir wollten die kleine Kirche besuchen, die wir hier von allen Seiten sehen, hoch droben auf dem Berge. Anfangs rollte alles ganz gut bis ich dann 2 Räder nach oben schob und Heidi keuchend hinterher lief. Zwei Kilometer nach oben, unterwegs überholte mich ein junges Mädel kämpfend mit dem Rad. Als es auf meiner Höhe war grüßte ich höflich und rannte mit meinen beiden Rädern plötzlich los, als wollte ich mich nicht überholen lassen. Sie lachte derartig, dass sie beinahe vom Rad fiel. Sie winkte mir noch zu und verschwand.
Die Kirche in Hosin oben auf dem Berg war geschlossen.
Aber man sah von hier oben ins Tal rings um Budweis. Berg runter ging es schneller. In Budweis in eine sehr große Kaufhalle von Superspar, wir rein, um eine Kleinigkeit Essen zu kaufen. Ein vornehmer Laden, sah ich bei uns noch nicht. mein Foto Die wenigen Kunden verrieten auch etwas über das Preisgefüge hier im Laden.
Also wieder zurück nach Hluboka. Natürlich an den Mirabellenbäumen die hier am Straßenrand stehen nicht einfach vorbei. Wenn die Tschechen Ihr Obst von den Straßenbäumen nicht mehr abnehmen sollte man meinen, es gehe Ihnen gut. Am Wohnwagen angekommen hole ich erst mal ein Budweiser für mich und dann noch eins nur für mich, erst mal. Zwischendurch bezahle ich noch das Internet was hier jeden Tag 50 Kronen kostet. Jeden Tag Internet? Seit dem Mutti mitbekommen hat, dass sie auch übers Internet das Fernsehen in den Caravan geliefert bekommt.



6.Tag
20.8
Fr

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Zusammengepackt und nach Österreich, nicht ohne uns vom Herrn Franz, dem Franken aus Nürnberg, dem Motorradfahrer und seiner Frau, die aus Schottland war, zu verabschieden.
mein Foto 130 km nach Klaffer im Hochficht, Böhmerwald, Oberösterreich. Es war eine schöne geruhsame Fahrt durchs Böhmische. Ein Glück, dass ich mir die Strecke vorher bei Google angesehen hatte, so konnte ich dem Navi widersprechen und vermied über Linz geschickt zu werden.
Caravan aufgestellt, Zelt aufgebaut, Einkaufen, denn hier gibt es keine Semmeln am Sonntag. Anschließend wollte ich das Internet mit der A1-Karte einrichten. Weil mir eben tapsch sind, vermasselte ich irgend etwas. Da half nur eins, Karl. André konnte mir sofort helfen, wahrscheinlich hatte er mit dem Anruf schon gerechnet als er mir die A1-Karte vor 4 Wochen in Hand gedrückt hatte.
Die Sonne hilft dem Thermometer auf die Sprünge, das sich jetzt bei 33°C eingepegelt hat. Auf dem Campingplatz ist heute ein Dorffest mit Zelt und in einem zweiten Zelt ein 60. Geburtstag. Während beim Dorffest eine Zweimannkapelle sich Mühe gibt, versuchen es die anderen mit Disko. Eine dritte Gruppe Jugendlicher machen ebenfalls Disko, sie sind vor dem Gebäude des Campingplatzes angelandet. Der Bass der gerade den Wohnwagen ins vibrieren brachte wurde etwas zurückgenommen, so konnte ich jetzt alle Drei hören. Die Gulaschsuppe mit Brötchen soll 5.90 € kosten und das 0,5er Bier aus der Flasche 2,50 €. Wir haben uns auf Bratwürste geeinigt und auf ein Stiegl. Wer Radeberger oder Wernersgrüner kennt ist von Stiegl nicht begeistert. Ab Morgen soll hier wieder Ruhe einziehen.



7.Tag
21.8
Sa

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mein Foto mein Foto

Sonne, Sonne überall, auf in den Heilkräutergarten von Klaffer. Es ist Österreichs größter Schau- und Lehrgarten heimischer Heilpflanzen. Jetzt war Geduld gefragt, meinerseits. Eigentlich hätte man in 10 min wieder am Ausgang sein können. Aber man ist ja zu zweit in den Urlaub gefahren und morgen beginnen die Wanderwochen. Mutti kannte fast jede Pflanze mit dem Vornamen im Gegensatz zu mir, ich unterteilte mehr in essbar und sieht grün aus.
Kaum im Wald auf dem Weg zum Campingplatz war Heidi hinter den Pilzen her. So wurde meine unendliche Geduld zwar nochmals auf eine harte Probe gestellt, dies aber wenigstens bei angenehmeren Temparaturen als im Kräutergarten.
Unser Tag fing mit Konfitüre von Heidrun an und zum frühen Nachmittag gab es Kesselgulasch von Ronny. So ist immer ein Teil von den Kirchbergern mit unterwegs.

mein Foto mein Foto


mein Foto mein Foto



8.Tag
22.8
So

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Die Sonne kennt nur ein Ziel und das heißt: Wohnwagen aufheizen. Der Bäcker kam heute erst gegen halb zehn. Deshalb kamen wir auch etwas spät in Schwung. Wir setzen uns trotzdem auf die Räder, nur bei Heidi ging das nicht. Ihr fehlte eine Pedale. Die muss ich immer abschrauben, damit wir während der Fahrt mit dem WoWa auch mal in den Gaskasten können. Also eigentlich nur wenn wir stehen und die Fahrräder nicht abnehmen wollen, die fest auf der Deichsel befestigt sind. Schnell angeschraubt und nun ging es wirklich los. Aber nach der dritten Steigung, die Heidi und ich die Räder nach oben schoben, ist die Luft raus. Schon nach 11 km sind wir platt. Die Hitze ist unerträglich. Dank der Wander- und Radlerkarte ist der Rückweg schnell gefunden. Wie ein Wunder ging es bis zum Campingplatz 7 km nur bergab. Dem Herrn sei gedankt.
Wieder einmal hatte ich die Kamera vergessen, sonst hätte ich Euch ein Bild von einem abgekämpften Radler oder einem radelnden Kämpfer gezeigt.
In der Gaststätte am Platz gab es zum Bier Gulasch mit Knödel, so einem runden wie hier üblich. Am Thermometer waren 35°C zu sehen. Heidi ließ wenigstens die Waschmaschine am Platz hier arbeiten. Einen Porto zum Eintippen der Buchstaben und Heidi einen Weißwein zu irgendeiner Serie im Fernsehen. Denn hier funktioniert das DVB-T, so bin ich recht zufrieden mit der Outdoorantenne die ich mir unter anderem vom Geld der Kollegen zu meinem 60. geleistet hatte.
Ein eigenartiges Lüftchen bewegt mein Vorzelt, am Himmel ziehen Wolken auf, ich nehme meinen Hammer und werde die Heringe vom Vorzelt etwas tiefer einschlagen. In Passau regnet es schon und das liegt hier gleich nebenan. Nach dem Abendessen nun eine Partie Skippo. Sie ging klar an Mutti. Leichter Ärger stieg in mir hoch. Aber in der zweiten Runde steigerte ich meine Leistung und es gelang mir ein großartiger Ausgleich.



9.Tag
23.8
Mo

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mein Foto Es regnete die ganze Nacht. Einmal hagelte es auch, die Dame vom Wetterbericht des ORF hatte recht. Aber eine Mücke beschäftigte uns die halbe Nacht, gegen 2:oo morgens hatten wir sie erwischt. Sie war noch winzig klein hatte aber ganze Arbeit geleistet. Den ganzen Tag soll es weiter Regen geben.
Wir fahren nach Linz, wenn denn Mutti so weit ist. Vielleicht kommen wir noch vorm Mittag hier weg. Linz hatte alles was Dresden auch hat, außer H&M, was vielleicht auf einer Nebenstraße doch noch zu finden wäre. Wir haben uns für Olivenöl vom Fass entschieden einem italienischen und ein spanisches. Dazu Waldhimbeeressig, ein kleines Gläschen für Salat oder oben aufs Vanilleeis. Zwischendurch einen Kaffee bei der Hofbäckerei und ein klitzekleines Stück Kuchen für mich. Dann 3 oder 4 Geschäfte weiter noch eine Kleinigkeit Leberkäs mit Semmel. Auf dem Rückweg holte uns der Regen wieder ein, strömender Regen, wir mussten langsam fahren. Unser Wohnwagen stand noch aber rundherum war alles unter Wasser.


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10.Tag
24.8
Di

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mein Foto

Die Sonne lacht, aber nur auf der Donauseite. Auf der Moldauseite sind dicke Wolke zu sehen. Wir wandern los, die Wege sind hier fantastisch ausgeschildert, was mich nicht daran hindert zu grübeln, ob wir richtig sind. Den Aussichtsturm Moldaublick erstürmt. Ganz oben war ich froh, dass ich das Geländer auf Festigkeit prüfen konnte. Der Wald ist hier gesund, auf beiden Seiten des Böhmerwaldes. Auf der einen Seite fließen alle Bäche in die Moldau und dann in die Elbe auf der anderen Seite fließen die Flüsschen in die Donau. Ein paar Pilze zerrte Heidi auch aus dem Wald.
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11.Tag
25.8
Mi

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mein Foto Heute war wieder Fahrradtag. Auf nach Schwarzenberg, 5 km Landstraße. Aber ich wollte nicht die Landstraße fahren. Feldwege und kleine Asphaltzubringer zu den Gehöften waren unsere Wege. Unterwegs schnell mal halten, weil Heidi wieder Pilze gesehen hatte. Aber diese Berge hier im Böhmerwald stemmten sich Heidi entgegen.
In Schwarzenberg fragten wir in der Gaststätte nach den großen kahlen Stellen im Wald. Der deutsche und tschechische Borkenkäfer waren daran Schuld, so die Antwort. Die Umweltbehörde in Bayern zumindest macht nichts gegen den Borkenkäfer im bayrischen Wald, so dass der Wald, der hier zwischen zwei Naturschutzgebieten ( Bayr. Wald und Böhm. Wald in der CZ ) liegt, kaum noch Chancen hat. Aber in der Gaststätte gab es noch zu Essen und natürlich Hefeweizen. Aber der Rückweg, fasst nur bergab. Wir waren sehr schnell an unserem Badesee zurück.
Mein 10 Jahre alter Porto neigt sich dem Grund zu. Wäre doch ein Schönes Geschenk zu Weihnachten, schließlich habe ich ja noch Töchter und Schwiegersöhne.



12.Tag
26.8
Do

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mein Foto mein Foto

Regenwolken im Wetterbericht und über uns. aber im Plan steht: Wandern. Kapellenweg, 4Std. Rundweg und es geht neben dem Wohnwagen los. Wir wandern bergauf und bergab, die Wandervorschläge sind gut ausgearbeitet vom Tourismusbüro, die Wegweiser immer an der richtigen Stelle und Mutti ohne Kommentare ständig hinter mir. Aber ihre ständige Pilzsucherei kostet uns viel Zeit und die Wolken über uns werden dunkler. Als wir den Campingplatz schon sehen, geht es dann auch richtig los. Wir schaffen es noch nicht einmal die Regensachen so schnell aus dem Rucksack zu holen und sind schon eingeweicht. Trotzdem war es eine schöne Wanderung.



13.Tag
27.8
Fr

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mein Foto

Passau war das Ziel, 45 km, der Regen schwemmte uns regelrecht dorthin.
Besuche im Dom und in der Kirche St. Paul. Am Inn gestanden und in die Donau gespuckt.
Rätselfreunde sollten schon wissen welches Foto zu welchen Fluss gehört und welches den Zusammenfluss zeigt.
Dann ein paar Dinge einkaufen. In Oberösterreich gibt es nur sehr kleine Läden, deshalb fühlten wir uns bei Kaufland ein bisschen wie zu Hause.
Wir latschten durch die übergroßen Pfützen zu unseren Wohnwagwen. Am Nachmittag besucht uns die Sonne.


mein Foto mein Foto mein Foto


14.Tag
28.8
Sa

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Heidi cremte mir das Gesicht ein, nach dem Frühstück und sagte: "Die Creme muss einziehen". Das habe ich bestimmt falsch verstanden mit dem einziehen, als ich wieder ins Bett ging.
Den Stick von Compeed den wir gestern kauften, dass die Blasenbildung an den Füßen durch meine Wanderschuhe verhindern sollte, kostete 6,50 € beinhaltete aber nur noch 8 ml anstatt wie vor 2 Jahren 10 ml.
Wir muddeln wieder mal rum. Das Wetter hat uns nicht aus dem Haus gelassen, obwohl gegen 16:00 die Sonne sich hervorwagt. Keiner unser Kinder ist im Internet zu finden, also machen wir den PC mal aus. Kaffee ist gleich fertig.


15.Tag
29.8
So

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Es regnet, zwischendurch gießt es aus allen Rohren, die Wolken lassen keinen Platz für den Himmel. An den Wolken ändert sich eigentlich nichts, nur deren Höhe zu unseren Köpfen variiert. Natürlich lernt man auch über die Lautstärke des Regens etwas neues kennen, nämlich dann, wenn wir im Bett das Auftreffen der Regentropfen auf unserem Wohnwagendach lauschen. Erst ein leises rieseln von kleine Tröpfchen, richtig schön zum Einschlafen, dann der Regen der in großer Gleichmäßigkeit auf unser Dach hämmert, so dass wir die Lautstärke unserer Stimmen erhöhen müssen. Danach kommt der Regen, der mich aufspringen lässt um das Dachfenster voll zu schließen, weil der aufschlagende Regen wieder so nach oben springt, dass das Wasser unter dem Dachfenster landet und damit in den Wohnwagen läuft.
Wir huschen ins Auto und fahren nach Helfenberg in eine Leinenweberei. mein Foto Anmerkung:
Heidi fand selbstverständlich etwas, was wir unbedingt brauchten. Einen Dinkelbeutel aus echtem Leinen mit echtem Dinkel, 12 €. Zwei Flaschen Wein einfach futsch.



16.Tag
30.8
Mo

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Wanderschuhe, Rucksack, Wanderroute alles zusammen und auf geht's. Nach 800 Metern beginnt es zu regnen. Wir laufen zurück steigen ins Auto und hören im Radio etwas von Schneegrenze. Ins Tourismusbüro von Klaffer und einen Schwatz geführt, mit der Postfrau, die auch das Büro führt, über Wandern, die Saison hier, Einkaufen in Deutschland, Einkochen von Obst, Pilze, usw. Sie empfiehlt uns das Stift Schlägl.
Fotograf: Roman Klementschitz, Wien
Der Stift Schlägl, ein Kloster, der alte Orden der Prämonstratenser, empfing uns mit Regen. Die Kirche klein und schön anzusehen, wie immer überladen mit Gold und Gemälden, geteilt in einen öffentlichen Teil und einen für die Mönche. Als wir dann in das Klostermuseum wollten, kam eine Aussage:"ab 12:00 Mittagspause". Es war 11:50. Auf ins Zentrum von Schlägl zum Bäcker. Aber es gibt hier keinen Kuchen, wie wir ihn kennen und der den es hier gibt schmeckt ein wenig nach Pappe.
Hier ist eigentlich alles auf den Winter vorbereitet, die Hauptsaison hier. Also zu Spar etwas einkaufen und zurück. Es regnet stark als wir am Wohnwagen ankommen. Den Heizlüfter eingeschaltet und zum Glück stand da noch ein Flascherl Wein. Ein Vernatsch aus den Dolomiten.

mein Foto

Es ist 19:46, da erscheint ein Wunder in Form einer Sonne auf unserem Barometer. Wohlgemerkt, die Sonne ist für das Wetter draußen, im Wohnwagen scheint immer die Sonne und das hat nichts mit dem Wetter zu tun.



17.Tag
31.8
Di

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Im Gegensatz zu gestern Abend waren auf dem Barometer zwei Wolken mit Regen zu sehen. Aber heute war Wandertag angesagt. Es gab keine Widerrede. Heute regnet es erst nach tausend Metern unserer Wanderung, wir ziehen uns die Regenjacken über und nach weiteren 1000 Metern wieder aus. Wir sehen das erste mal die Sonne. Das Spiel wiederholte sich die nächsten 9 km regelmäßig auch ohne die Sonne. Salamander, Frösche und ähnliches Getier überraschte uns, auch Pilze wurden wieder gefunden. Es ging bergauf und bergab und das so regelmäßig wie der Regen kam. Die Hochfichtrunde bekam den Namen nach dem Berg Hochficht(1338). Sie war etwa 17 km lang und führte uns zu der Talstation der Bergbahn des Hochficht, neben der sich unser Tagesziel befand, eine Jause. Heidi brauchte einen heißen Tee um sich aufzuwärmen, ich hatte genug Hitze und entschied mich für ein Hefeweizen.
Da wir nun weit oben waren ging es jetzt von tausend Metern schnurstracks wieder runter auf 600 m. Auf dem Rückweg hatten wir auch ein längeres Stück des Weges Sonnenschein, nur befanden wir uns dabei mitten im Wald. Der Regen kam erst wieder als der Heizlüfter in unserem Wohnwagen lief, das Radeberger und das Hefeweizen auf dem Tisch standen. Die Pilze kommen erst morgen auf den Tisch bzw. in die Pfanne, da es die Jausenstation gut mit unserem Essen meinte.
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18.Tag
1.9
Mi

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mein FotoHeute ist Frauentag und Heidi bestimmt was wir veranstalten. Da Heidi noch von gestern Muskelverspannungen hatte, ist Ruhe angesagt. Heidi verwöhnt mich mit Tee, Kümmel-Anis-Fenchel Tee mit Zückli und Zitrone. Auch im Urlaub sollte man auf seine Gesundheit achten und so wende ich meine Blicke ab von dem Glasbehälter, wo irgend etwas von Chianti Reserva 2006 drauf steht. Heidi strickt Söckchen für Rabea, die Tochter von Frederike. Idylle im Wohnwagen.



19.Tag
2.9
Do

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Aufs Fahrrad, Heidi hatte abgesagt, was mich nicht abhielt. Geplant war die Dreiländer Tour (A, D, CZ, A). Zur Bushaltestelle, denn das erste Stück ging es stark bergauf, doch der erste Bus kam nicht. Der zweite Bus für Wanderfreunde und Radfahrer kam auch nach 15 min nicht, also suchte ich mir die Route zum Schwarzenberger Kanal aus. Es ging 10 km nach oben. die ersten 3 km waren fahrbar, dann schob ich mein Rad, km um km, manchmal stieg ich auch wieder auf, nur um 20 m später wieder zu laufen. Von der Grenze A/CZ ging es steil 4 km bergab. Auf der Abfahrt sah ich das erste mal den Schwemmkanal, hier oben eher schmal, unten etwa den zwei Meter breiten Kanal. Steine an den Seiten und am Grund bildeten den Kanal. Regelmäßige Staumöglichkeiten konnten die Wasserhöhe konstant halten. Verschieden Bäche querten den Kanal, Schleusen ließen den Bach durch den Kanal und hielten gleichzeitig den Wasserstand im Kanal immer auf gleicher Höhe. 22 km fuhr ich den Kanal entlang der teils sehr gut erhalten war aber auch zugewachsen. Die Schleusen waren vor allen in österreich alle noch im Betrieb. Unterwegs ein tschechisches Bier, was nicht schmeckte und etwas zu essen. An der Schollenbachschleuse machte ich mich auf den Rückweg.

mein Foto mein Foto


mein Foto Die Geschichte des Kanals


Der Weg war eigentlich für Räder gesperrt aber ich sah das anders. Das Fahrrad schiebend von 800 m auf 1077 m, 4 km. Dann wusste ich warum der Weg gesperrt war, denn ich stand bis zu den Knöcheln im Wasser. Selbst das Fahrrad steckte im Morast fest. Der Weg wurde bis Grünwald immer steiler. Das Fahrrad am Gepäckträger nach oben schiebend oder einfach hinter mir herziehend. Danach war ich fast wieder auf dem Kamm des Böhmerwaldes, fix und fertig, eine längere Pause machend. Das einzige mal, wo ich bei diesem kurzen Weg aufs Fahrrad konnte, verfuhr ich mich auch noch um ca. 2 km, das war die Krönung. Die anschließenden 7,5 km hatten kaum noch Steigungen dafür aber eine lange Abfahrt.
An der Böhmerwaldarena angekommen holte ich meinen letzten Trumpf aus der Seitentasche, ein trockenes Unterhemd und welch Freude, mit langen Ärmeln. Alles ausziehen und das Trockene auf die Haut, danach das ganze Nasse wieder drüber, denn bei den Abfahrten wird es Schweinekalt. Endspurt, es ging fast nur noch 9 km abwärts, längere Strecken auch mit 12%, bis zum Campingplatz.
Heidi bekam heute ein Geschenk. Sie füttert seit dem wir hier sind eine Katze. Auch manche Streicheleinheit erhält das Kätzchen, welches hier auf dem Campingplatz zu Hause ist, Sommer wie Winter. Und so schleppte das Wesen heute eine Maus an und legte sie vor unserem Tritt nieder.



20.Tag
3.9
Fr

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Mein Muskelkater hielt sich in Grenzen. Die Sonne hielt nicht das was sie gegen 8:00 versprach. Pilze hieß die Losung des Tages. Also in den Wald. Heidi schwatzte wieder mal mit einem Bauern der mit dem Traktor durch den Wald fuhr. Dann begegneten wir einer großen Herde Gallowayrinder, die Hörner sind eine Bedrohung. Es ging weiter durch den Wald, dann umrundeten wir, durch Dickicht drängelnd, den Badessee des Campingplatzes um zum Wohnwagen zurückzukehren.
Wir fahren morgen, also zahlen und zusammenpacken.
Es war schön ruhig hier. Die Wanderwege gut ausgestaltet. Für unter 40 jährige wären die Fahrradwege eine echte Herausforderung, für die über 60 jährigen eine Qual.



21.Tag
4.9
Sa

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mein Foto Profimäßig wird zusammengepackt, auch jahrelange Routine hilft uns, auch eine gewisse Liederlichkeit im Kofferraum nehmen wir hin, da wir alles heute Nachmittag wieder auspacken. Heidi ist ruhig und gelassen. Das ändert sich sofort als sie meine geliebten Berge sieht. Traumhaft die Tauern, traumhaft jeder Berg hier, der Campingplatz in Mörtschach, im Mölltal, erwartet uns.
Wir lernten den Katschbergtunnel kennen, den Tauerntunnel und sind mitten im Nationalpark Hohe Tauern gelandet. Auch haben wir dreimal Polizei mit Radarpistolen gesehen. Einmal fischten sie einen vor uns heraus. Aber ob ich hier auch 100 fahren durfte bzw. nie schneller als 100 war, werde ich wohl erst mit der Post nach dem Urlaub erfahren.
mein Foto
Karl hatte uns ein Prospekt von diesem CP mitgebracht. Er wollte uns eine Freude machen. Wahrscheinlich hat Karl eine abweichende Meinung über unsere Vorstellungen von einem Campingplatz. Der Platz liegt an einer stark befahrenen Straße. Die Sanitäranlagen sind für max. 5 Personen gedacht. Den Pool aus dem Prospekt gab es auch nicht. Aber wir sind autark und damit nehmen wir alles klaglos hin. So schlecht ist er ja nicht, der Campingplatz. Aber als Heidi hinter unserem Wohnwagen den Wasserfall entdeckte und das Rückhaltebecken für dessen Wasser, ging es mit ihrer Laune bergab.
Da wir an einem Hang stehen sind hier kleine Mulden in der Erde eingelassen, worin wir ein Rad des Wohnwagens reinrollen lassen damit wir gerade stehen können. Kaum hatte ich das Sonnensegel aufgebaut meldeten sich 2 Katzen, die von Heidi sofort verwöhnt wurden.
Wir gehen Flammkuchen essen, auf dem Platz hier .



22.Tag
5.9
So

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mein Foto Wir lassen es langsam angehen. Der Wasserfall hat uns noch nicht erreicht, das Rückhaltebecken ist noch nicht übergelaufen oder gebrochen. Heidis Blick bleibt skeptisch. Also einkaufen, bei M-Preis legt Heidi einen kleinen Bund Petersilie auf das Band, als der Preis eingeblendet wird, verliert Heidis Gesicht jegliche Farbe, 2,19 €, die Verkäuferin sagte "Bio". Am Fleischstand steht eine Frau und trinkt in Ruhe ihr Bier. Ich bin hier nur zu Besuch, so beiße ich mir auf die Zunge. An der Kasse sagte die Frau zur Kassiererin, als diese die leere Flasche über den Scanner zog, ich weiß jetzt was sie denken. Als sie einen Kasten Bier einlud und im Mercedes davon fuhr, lachten wir herzlich.
Nachmittags aufs Rad. Es gibt hier einen 200 km langen Fahrradweg. Aber wir wollen nur in den Holunder. Wir haben ein kleines Eimerchen mit, das schnell gefüllt ist. Heidi muss natürlich die Beeren noch von der Dolde trennen. Die Beeren mit ganz wenig Wasser zum kochen bringen, damit die Beeren platzen und ihren Saft freigeben.
Es stürmt hier schon den ganzen Tag ein starker Wind, den machte diesmal nicht Mutti, aber er bläst uns wieder auf den Campingplatz zurück. Die Sonne des Nachmittags wärmt uns ein wenig, so dass der E-Lüfter eine Pause hat.



23.Tag
6.9
Mo

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Die Berge sind nur zu erahnen, die Wolken und der Nebel wabern durch das Mölltal. Wir sind uns einig, das Ziel soll Cortina d'Ampezzo, in den Dolomiten heißen. Wir waren noch nie in Italien, die Dolomiten kennen wir nur vom erzählen. mein Foto Die Burg Heinfels verabschiedete uns aus Österreich. Die Wolken nicht. Sie kamen gewaltig und immer tiefer je höher wir fuhren. Die Berge sind viel gewaltiger als hier in Kärnten, sie sind steiler und wahrscheinlich auch höher. Selbst Heidi konnte sich diesmal mit den Bergen anfreunden und fand sie gewaltig. Die Strecke war sehr kurvenreich und manchmal auch sehr schmal. Cortina d'Ampezzo empfängt uns mit Nieselregen. Die Stadt ähnelt bei den Preisen in den Schaufenstern Kitzbühl. Die Verkäuferinnen sind ausgesprochen höflich und hilfsbereit. In der Post darf man wie hier auf dem Arbeitsamt Nummern ziehen. Wir hatten die Wahl, also drückten wir beide Möglichkeiten. Als unsere Nummer mein Foto angezeigt wurde gaben wir beide Nummern ab. Die Beamtin lachte und fragte uns auf deutsch, welchen Wunsch wir hätten. Briefmarken aufgeklebt, Postkarte beschrieben und abgeschickt.

Dann in ein Kaffee, als der Kellner aufzählte was er für Kaffee hatte, wählte ich Espresso. Er stellte die Tassen auf den Tresen und ich tat nicht dergleichen, er auch nicht. Aber als ich in die Tasse sah, die schon recht klein war, evtl. zu einer Pupenstube gehörend, war am Boden Kaffee zu sehen. Das Stück Quarktorte zum Espresso hat uns sehr gut geschmeckt und entsprach auch meinen Größenvorstellungen. Mir hat der Espresso geschmeckt, Heidi war er zu bitter. Letztendlich stellt sich die Frage, was habe ich bisher als Espresso getrunken.
Auf der Rückfahrt nahmen wir 2 Wanderinnen mit, die nach Lienz wollten. Sie gaben Tipp's was noch sehenswert in der Gegend war und erklärten uns einiges über das dunkle und tiefe Mölltal.

mein Foto mein Foto


24.Tag
7.9
Di

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mein Foto mein Foto

Heute hatte ich wieder Wandertag ausgerufen. Mich störte es auch nicht, dass der Wetteronkel Regen versprach. Geweckt wurden wir jedenfalls von der Sonne. Wir fuhren zum Sadnighaus, dem Beginn unserer Wanderung. Die Straße nach oben war zwar neu mit Asphalt überzogen aber trotzdem sehr schmal. Dann sah Heidi dieses Straßenschild mit den 16 %, absolute Stille im Auto. Jetzt kam uns ein Auto entgegen, ich fuhr etwas zurück. Der Fahrer des anderen Autos sah die Angst meiner Beifahrerin und zeigte mir an stehen zu bleiben und zwängte sich an uns vorbei.
Wandern durchs Astner Moos. Als wir an der Lindleralm ankamen, krochen die Wolken über die Berge und umringten uns langsam. Wir beratschlagten noch wie es weitergeht, da begann der Regen, also über die Kröllalm zurück. Viele Almen sind verlassen und die Wenigsten sind bewirtschaftet. So saßen wir aber pünktlich zum Mittag im Sadnighaus. Zu Heidis Jausenplatte gab es einen Obstler, den sie unverständlich für mich, auch noch selber trank.
Dann mußten wir ja noch die 15 km hinunter. Der Regen, langsam rollten wir nach unten, fuhren durch die Wolken und Heidi hatte gehofft, dass hier das Schild mit den 16 % nicht steht aber wir begegneten ihm auf halben Wege.

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Am Platz hier saßen wir mit 2 dt. Campern zusammen deren Ursprungsland CSSR hieß, was sie Ende der 60iger verließen. Wir teilten mit Ihnen unserer Holundersuppe. Da sie in Prag aufgewachsen waren, kannten sie so etwas nicht, die Großstadtmenschen. Mutti hat das von ihrer Großmutter gelernt. Der Großstadtvati hätte das sonst auch nicht kennen gelernt. Ansonsten wurde geschwatzt, die Frauen konnten dabei kein Ende finden, als dann über Stricksachen Worte gewechselt wurden, haben sich die Männer zurückgezogen.



25.Tag
8.9
Mi

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Der Wetterfrosch hatte uns seinen Plan schon gestern Abend verraten. Schnee auf allen Bergen. Bei uns hat es nur gewittert und geregnet. So fahren wir nach Heiligenblut. Heiligenblut, die Kurve war steil und wir sahen das Städtele im Rückspiegel, also wenden und zurück. Nach 20 min saßen wir wieder im Auto. mein Foto

Am Jungfernsprung hielten wir an. Ein Wasserfall 130 m hoch. Die Sage berichtete, die einzige Jungfer riss vor dem Teufel aus, sprang in den Abgrund und welch Wunder, sie überlebte. Mutti hat es auch versucht, sie ist dem Teufelchen nicht entkommen und musste es heiraten.
Noch vor dem Mittag nach Lienz. Die Information stattete uns mit Material für die nächsten 14 Tage aus aber wahrscheinlich müssen wir Sonntag abreisen. Wir werdens aufheben und wiederkommen. Schließlich beginnen südlich von Lienz die Dolomiten.
Die Sonne schielte zwischen den Wolken durch und ich bekam das Muttchen in die Wanderschuhe. Einen Rundweg hier im Mölltal. Da wir etwas abkamen vom Weg, verfehlten wir die Gaststätte am Wege.
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Der Regen lässt uns nicht aus den Augen. Quer Feld ein über die Wiesen zurück und die Sachen zum Trocknen aufhängen.
Der Abwasch wartete schon auf uns. Die Dusche kostet 1 €, da mir die Leidenschaft fürs kalte Wasser fehlt, heißt es zahlen, wie fürs Warmwasser beim Abwasch. Wir schnabulieren noch ein Gläschen Champus, weil uns kalt ist, oder so ähnlich, ist auch nicht so wichtig.



26.Tag
9.9
Do

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Wandertag, die Sonne war echt, und wir machten nach einem kurzen Streit (schon wieder wandern) trotzdem los. Mit dem Auto zum Sadnighaus, diese schmale Straße nach oben, wie beschrieben 16 %. Diesmal kam uns nichts entgegen. Vom Sadnighaus (1800 m) wanderten wir zum Gasthaus Glocknerblick auf (2050 m). Die Pilze entkamen uns diesmal nicht. Wir sahen aber das erste mal Murmeltiere in freier Natur. Zwei Erwachsene und eine Unmenge junges Familienglück. Auch trafen wir ein Ehepaar aus dem Vogtland.
mein Foto Der Gasthof Glocknerblick hatte ausgesprochen schlechtes Essen. Der Knödel waren im inneren kalt und die Suppe war von Maggi, die Jausenplatte war nicht nur die kleinste die wir in 12 Jahren Österreich zu Gesicht bekamen, sondern auch die Liebloseste. Einen Schwatz mit den Vogtländern, die wir hier wieder trafen über Berge und Katzen.
Zurück wieder über die Kröllalm und das Astner Moos. Zuerst trafen wir Jäger die Murmeltiere abschossen. Sie ließen uns vorbei und als wir abbogen ballerten sie los. Unterwegs trafen wir auch Bauern die ihr Vieh zusammen trieben. Wir schwatzten wieder. Den Almabtrieb gab es nur noch im Fernsehen, Die Kühe kommen heute auf den LKW. Dann lachte der Bauer und erzählte uns, dass früher auch Schweine auf der Alm waren und das es wesentlich schwerer war, diese nach unten zu treiben. An einer Hütte waren sechs junge Männer die versuchten ihre Hunde von uns abzulenken. mein Foto
Wir kamen davon. Aber in der Tränke für das Vieh lagen mindestens 50 Flaschen Bier zum kühlen unter laufendem Wasser. Am Sadnighaus traf ich den Wirt und erzählte ihm, dass sein Essen hier in der Umgebung das Beste sei.
Zurück, den Berg wieder nach unten, diesmal mit 5 entgegen kommenden Autos. Aber die Österreicher sind gnädig mit den Touristen und warten geduldig auf deren Reaktion bevor sie weiterfahren.
Als Mutti vom Abwasch wieder kam, wurde sie von 4 Katzen begleitet, die sich alle etwas vom Schinken versprachen.



27.Tag
10.9
Fr

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Heute war außer der Reihe Wandertag, auf Empfehlung des Platzbetreibers hier, konnten wir zwischen der Groppensteinschlucht und der Raggaschlucht wählen. Die Groppensteinschlucht sollte schöner sein. Sie ging 3 Stunden nach oben und der Rückweg war auf einer Asphaltstraße wieder nach unten. Dann begegneten wir diesen Schildern. Heidi studierte sie und fragte: "was ist, wenn wir nach einer Stunde zurück wollen"? Also nach 30 min Rückzug aus der Schlucht und Umzug zur Raggaschlucht.
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In Sobriach, wo wir abbogen, feierten die Bauernsleut 100 Jahre Postkutsche, alles in Trachten einschließlich der Blaskapelle.

Die Raggaschlucht wurde 1882 das erste mal begehbar gemacht. Sie ist 800 m lang und hat einen Höhenunterschied von 200 m. Hunderte Stufen, Geländer rechts und links, und alles aalglatt. Ein schönes Erlebnis, diese Schlucht. Der aufgewirbelte Wassernebel, gefiel mir am besten.

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Wenn man oben angelangt ist, sieht man das kleine Flüsschen, das dann in der Schlucht einen Krach macht, das einem das Geräusch mit der Zeit stört. Kaum oben angekommen ist man über die Ruhe echt verwundert. Der Weg nach unten geht durch den Wald zum Ausgangspunkt zurück.

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Da dieses Wochenende ein Harley Treffen in Kärnten ist, fahren seit Tagen alle möglichen Varianten von Harleys über den Großglockner und kommen damit zwangsläufig an dem Zeltplatz vorbei, den uns Karl ausgesucht hatte. Abends ist aber Ruhe. Heidi unterhält sich hier mit einer Frau aus Köln, sie ist ursprünglich aus Naumburg. So sitzen wir den letzten Urlaubstag in der Sonne vorm Wohnwagen, die Damen schwatzend, ich das Tagesgeschehen festhaltend am Notebook aber verzweifelnd, weil die Bilder nicht dorthin rutschen, wo ich sie hinhaben will.



28.Tag
11.9
Sa

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Wir fahren und streiten. Manchmal machen wir auch nur eins von beiden. Warum fahren wir über Kitzbühl? Wir fahren über einen Pass?
In ihrer Stimme ist ein Vorwurf.
Es ist die kürzeste Verbindung zwischen Ausgangspunkt und Zielpunkt.
In ihrem Blick ist Zweifel.
Wir kommen aus dem Mölltal und fahren nach Lienz, direkt auf die Dolomiten zu. Es ist 10:00 , es sind 6°C und die Sonne scheint. Die Dolomiten stehen in ihrer vollen Schönheit vor uns, als wären sie im Augenblick kerzengerade aus dem Boden geschoben wurden. Die Sicht ist durch die klare Luft phantastisch.
Wir biegen in das wunderschöne Tauerntal ein, fahren durch den Tunnel ins Felbertal und über den Thurn Pass.
Vor uns leuchtet der wilde Kaiser. Als würden wir ihn vor uns her schieben, fahren wir bis Kitzbühl genau aufs Kaisergebirge zu. In Bayern sind wir wieder fast zu Hause. Staus, Lückenspringer und Raserei, irgend etwas fehlte uns schon im Urlaub.



29.Tag
12.9
So

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Wir wachen am Murner See auf. Die Oberpfalz, das ist ein Teil Bayerns. Schwarzach, Naab und Regen fließen hier. Sie grenzen die Oberpfälzer Seenplatte ein. Der Campingplatz am Murner See ist sehr gepflegt.
Aber es plattert von oben herab und wir lernen wieder alle Arten dieser Niederschlagsmöglichkeit kennen. Nein, es stimmt nicht ganz, Schnee fehlt. Wir fahren nach Schwandorf. Ein Städtchen, klein, hübsch anzusehen, Geschäfte im Zentrum und die etwas größeren auf der grünen Wiese, etwas außerhalb.
Wir lempeln dahin. Kuchen, Kaffee, Fernsehen, naja der letzte Urlaubstag. Ich träume schon vom nächsten Jahr, Spanien und Portugal, da ist beim Wetter etwas mehr Sicherheit.
Aber noch sind wir am Murner See. Der See ist von Wald umgeben, dass heißt Pilze. Wir in den Wald. Heidi findet sofort Pilze, Steinpilze, Röhrlinge, Maronen und Pfifferlinge. Als wir zurück zum Auto laufen sagt sie:" hier stand ein Butterpilz, den hast du zerlatscht".
Als ich ins Internet gehe wird die Geschwindigkeit mit EDGE angezeigt. Um das zu verbessern nahm ich ein USB-Kabel und legte den Stick aufs Wohnwagendach und siehe da, die Geschwindigkeit lief auf Hochform; das Ergebnis HSPA.
Abendbrot mit Pilzen und spanischer Rotwein von der Finca el Puig von 2005 und 15,5 %, wir genießen.



30.Tag
13.9
Mo

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Wir haben nicht viel einzupacken. Fahren im Regen los. wir hatten noch Diesel, noch. Nach Hof meldet sich das erste mal der Tank. Wir biegen ab von der Autobahn, da die nächste Tankstelle erst hinter Plauen kommt. Oelsnitz heißt damit unser Ziel, 22 km, dann wären noch für 25 km Diesel im Tank. Einfache Rechnung, wäre da nicht diese Umleitung gekommen. Oelsnitz, die Stadt die Rettung versprach mit einer wunderbaren Umgehungsstraße, aber ohne Tankstelle. Also Plauen, 11 km, wenn nicht mitten im Tacho dieses Symbol aufgetaucht wäre, welches meine Frau noch nie gesehen hat, ein Auto an der Tankstelle. Die letzten Kilometer nach Plauen rollen wir den Berg hinab. Fast ganz unten eine Tankstelle. 65 Liter haben Platz in meinem Tank, wir tanken 61,46 Liter.
Wir fahren jetzt wesentlich ruhiger und biegen in Kirchberg zu Freunden ab. Heidrun und ihr Mann empfing uns, der zum Mittagstisch zu Hause war. Auch Annett kam mit Sohnemann Tommy vorbei. Urlaubsaustausch und ein bisschen schwatzen.
Wir sind 16:00 zu Hause und packen alles wieder aus. Wir wohnen in der 5. Etage.
Wir haben aus Österreich keine Post bekommen, auch nicht vom Ordnungsamt aus Dresden, eigentlich war ich mir sicher.



31.Tag
14.9
Di
der
letzte
Tag

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