hompag´e`

  ´e`schwege

  hompag´e`

´e`schwege

 
 

 
Toscana        2017

 und ein bisschen Kunst

http://www.flags.de/flags-copyright.php

 


Startseite Wir Wohnwagen Reiseberichte Impressum Kontakt


Im Frühjahr 4 Wochen Toscana und im Herbst 6 Wochen Bretagne, so ist der Plan. Der Wohnwagen war lange im Winterquartier. Als ich ihn abholte wurde ich, durch das Siegel auf dem Nummernschild, vollkommen und unerwartet daran erinnert, dass ich noch zur Dekra müsste. Ich bekam dieses Siegel mit der Ermahnung die Auflaufbremse zu justieren.
Also heute mit dem Wohnwagen zum Franke Fahrzeugbau. Der Junior hob den WoWa mit dem Gabelstapler an, kroch unter den WoWa und nach 15 Minuten war ich vom Hof wieder runter. Die Wasserpumpe war nicht über den Winter gekommen. Also eine neue Pumpe besorgen. Diese gab es aber nicht bei ALDI. Auf nach Kesselsdorf zu Berger. Keine Kartenzahlung stand auf dem Schild. Der Automat war kaputt. Die Sparkasse in Wilsdruf spuckte dann die Scheinchen aus ihrem Automaten. Nach Wilsdruf mussten wir, weil auch der Kartenautomat bei der Sparkasse in Kesselsdorf defekt war. Heidi erinnerte mich an die Gasflasche, die auch noch leer war. Als ich beim Gasbefüller ankam war geschlossen. Nach einer Stunde bekam dann die Flasche ihre Füllung. Gegen 15:00 gab es dann etwas zu Essen. Jetzt konnte ich die Wasserpumpe einbauen. Vorher musste ich aber noch aufwischen im Wohnwagen, da der Wasserbehälter noch von der versuchten Reparatur vom Vortage offen war und ich schon Wasser aufgefüllt hatte. Während der Fahrt durch Dresden konnte der Behälter sein Wasser nicht mehr halten. Viel war es ja nicht, dass meiste hatte der Teppich aufgesaugt.
Es wird bezweifelt, dass wir pünktlich losfahren, sagte eine einzelne Stimme, der ich heute keine Bedeutung bei messen wollte. Mein Beifahrer bemängelte auch, dass die Reiseroute noch nicht klar war.



 
 
 

 

 



Wir haben angehängt. Nach 500 m sagte Heidi, die Kartoffeln und RumiCap (unser Lieblingsspiel für den Urlaub) habe ich vergessen. Na ja, Frauen sind so. Als ich die Wohnung verließ, fragte sie mich nach der Autokarte. Die Autokarte für Italien lag noch unberührt im Bücherregal. Na ja, Frauen sind so.
Die Fahrt begann 7:30, sie war sehr entspannt, zumal die Italiener heute einen Feiertag hatten. Dies bedeutete ein Fahrverbot für LKW in Italien. Somit wurden alle LKW schon in Kufstein von der Polizei von der Autobahn gejagt, denn alle Rastplätze bis nach Italien waren schon vollständig überfüllt.
Heute versuchte ich mich allen Regeln der Österreicher und Italiener auf der Straße zu unterwerfen. Also fuhr ich auf der Autobahn seit Kufstein nur 80 km/h und auch das Überholen zu unterlassen. Was wenig bekannt ist, das Überholen ist auf der gesamten Brennerautobahn für Wohnwagen verboten. Zweimal habe ich mich nicht beherrscht.
Im Heft von ACSI suchten wir uns den Platz 3069 heraus, er lag am Lago di Gardo. Azzuro hieß er. Wir fuhren am Gardasee aber vorbei, durch einen Tunnel und Serpentinen nach oben. Anhalten, Aussteigen und ein Auto anhalten. Eine Familie vermutlich aus Südamerika hielt an. Sie erklärten mir, ich müsste weiter nach oben fahren, in 5 Minuten wäre ich am Ziel. Es war 19:00 und wir landeten auf dem dem Platz Azzuro. Er lag aber am Lago di Ledro. Das war auf der kleinen Karte von ASCI nicht zu erkennen.
Es regnete in Strömen. Da ich nicht alles nass machen wollte, rannte ich in Windjacke und Schlüpfern um den Wohnwagen. Die Stützbeine mussten schließlich ausgefahren werden, Strom brauchten wir schließlich auch noch.



1.Tag
25.4
Di

nach oben


 



Es regnete in Strömen. Wir standen also nicht wie geplant um 6:30 auf. Heidi ging gegen 10:00 bezahlen. Als wir in eine Haarnadelkurve einfahren wollten bog ein Holztransporter ebenfalls ein. Wer wen zu spät sah ist egal. Er stand nun aber schon einmal in der Kurve. Sein Nachläufer hatte die Kurve auf meiner Fahrbahn geschnitten. Mir war sofort klar, er kann nicht zurück. Ich fuhr also meine Schrankwand rückwärts langsam den Berg wieder 20 m nach oben. Heidi liebt Serpentinen. Sie tat mir schrecklich leid.
Die Brennerautobahn war voller LKW und ich mittendrin. Drei Stunden mit 80 km/h vor und nach mir LKW und ich durfte nicht überholen.
Wir kamen an Modena vorbei und das Rennen der LKW begann, denn die Brennero, die Brennerautobahn, war mit ihren strengen Regeln hier zu Ende. Ständig in 2 Spuren überholten sich die LKW auf der vierspurigen Autobahn und ich hielt mit. Einige LKW brachten es auf 95 km/h.
Wir stehen jetzt auf dem Campingplatz Belsito in Montecatini Terme (Alto). Drei Sterne, wir geben ihm fünf. Vor zwei Jahren waren wir schon einmal hier.



2.Tag
26.4
Mi

nach oben


 



Der Regen, das Tal ist kaum zu erkennen, alles voller Nebel. Ich machte Frühstück. Ein Ei war derartig im kochenden Wasser in Auflösung, dass ich die Reste im Müll verschwinden lies.
Wir besuchten Montcatini. Schöne kleine Stadt. Wir bummelten. Ich hatte Glück, hier haben die Geschäfte zwischen 13:00 und 16:00 geschlossen.
Im Katalog stand:kein Navi benutzen. Für die Anfahrt von Montecatini Terme hoch nach Montecatini Alto gab es 3 Möglichkeiten. Der kürzere Weg lies uns schon beim Abbiegen erkennen, es wäre besser jetzt den Rückwärtsgang einzulegen. Das Navi sagte auch einmal bitte rechts abbiegen. Im letzten Augenblick fuhr ich gerade aus und blieb auf der etwas breiteren Straße. Es stand im Katalog außerdem noch, man soll den Campingschildern folgen. Nach nur einem Versuch hielten wir uns daran. Es werden keine weiteren Versuche mehr gestartet, dabei hatten wir heute noch nicht einmal den Wohnwagen mit.



3.Tag
27.4
Do

nach oben


 



Es regnet, dass hatte ich schon geschrieben. Heute gesellte sich der Wind dazu. Nachdem ich das Vorzelt schon zweimal aufgebaut hatte, ließ ich es jetzt herunter hängen. Zwei Heringe hat es mit herausgerissen. Entweder Heidi findet sie oder ich setze für die Suche die Brille auf. Nur wenn ich die Tür öffnen will muß ich das Zelt etwas zur Seite schieben.
Das warten auf das Essen nervt. Heidi strickt und ich bin mit Büchern der Toscana beschäftigt. Ich genehmige mir ein Schlückchen vom Roten, irgendwo auf der Welt wird es schließlich schon 18:00 sein. Es ist 11:58, die Sonne schaut nach uns, winkt aber ab.
Es ist 13:00 und wir fahren zum Geburtshaus von Leonardo da Vinci nach Vinci. Eine kleine Stadt. Es ist besser man bremst vor der Stadt sonst ist man durchgefahren. Das Geburtshaus von Leonardo liegt etwas außerhalb des Ortes. Die Touristen aus Deutschland waren in zwei Bussen angereist, damit waren die Museen aber etwas überlastet. Wir haben Urlaub, die Sonne hat uns seit Vinci begleitet, die 19,oo € Eintritt ruinieren uns nicht und die Fahrt durch die Toscana ist etwas sehr schönes, aber deshalb nach Vinci zu fahren lohnt sich wirklich nicht.
Das Barometer verspricht uns Sonne für neuen Tag.



4.Tag
28.4
Fr

nach oben


 



Die Altstadt von Lucca war unser Ziel. Die Sonne begleitete uns. Wir auf die Stadtmauer, ausgelegt für Fußgänger und Radfahrer, 4km umschließt sie die Stadt. Nach einem km sind wir dann durch die alte Stadt gebummelt.
Wir besuchten zuerst San Michele. 200 Jahre haben sie gebaut. Die Marmorfassade mit dem Erzengel Michael oben macht diese Kirche sehenswert. Die Marmorsäulen in den meisten Kirchen sind alle unterschiedlich gestaltet.
Anschließend wieder Stadtbummel bis zum Dom San Martino. 1060 fing man an zu bauen.
Martin, nicht der mit der Gans, sondern der Martin, der seinen Mantel zerschneidet und
einem Bettler die Hälfte abgibt. Heidi wollte auch einem Bettler etwas geben. Dieser sagte aber:“drei Euro“. Da hatte er aber Glück, dass er überhaupt etwas bekam.
Der hl. Martin war in Marmor und Lebensgröße dargestellt. Martin auf dem Pferd, der Bettler stehend war eine der ersten vollplastischen Reiterbilder in Italien des Mittelalters. Schon vor zwei Jahren haben wir das Grabmal einer Frau bewundert. Diese war bei der Geburt ihres zweiten Kindes gestorben.

Im inneren des Domes fielen uns diesmal 2 Gemälde auf. Das eine zeigt die Beschneidung Jesu. Diese wird wirklich selten in kath. Kirche dargestellt. Auf dem anderen sind die Schreibkenntnisse eines kleinen Mädchens zu sehen, die sie einem Kardinal(?) zeigt. Nur, sie schrieb hebräisch, den Psalm 117 aus der Tora.
Das Amphitheater der Römer wurde zugeschüttet und auf dem äußeren Ring Häuser gebaut. 1830 veranlasste eine Maria-Luisa die Freilegung des Platzes. Vier Bögen, Eingänge des ehemaligen Amphitheaters, durch die man in das ovale des Platzes treten kann, zeigen die Schönheit des Platzes. Wir setzten uns an eine der vielen Tische, wie viele andere Touristen auch und ließen es uns schmecken.



5.Tag
29.4
Sa

nach oben


 



Pogio a Caiano, wer kennt so etwas, ich ging fragen. Es ist ein Ort kurz vor Florenz und dort ist eine Villa der Medicea. Um 1480 kaufte ein Lorenzo, ein Medici, diese Villa. 1519 ließ der erste Medici-Pabst Leo X. sie umbauen. 1809 zog eine Schwester Napoleons ein und ab 1809 lebte hier die "schöne Rosina", die Liebhaberin des Königs Victor Emanuel II.
Der Eintritt war frei, warum auch immer.
Die Inneneinrichtung war sehr schön, die Bilder und die Frescen auf den Wänden und auch die Möbel. Aber außen haben sie noch viel Arbeit. Den Gerüsten sah man schon an, dass auf ihnen lange nicht gearbeitet wurde.
Wenn man die Anzahl der Villen und Schlösser sieht, von der Anzahl der Kirchen ganz zu schweigen, die sehr alt sind und der Bearbeitung bedürfen, ist kaum zu erwarten, dass alle gerettet werden können.



6.Tag
30.4
So

nach oben


 



Der 1. Mai, nein wir kämpfen heute nicht. Es bringt auch wenig mit einem selbstgebastelten Schild für höhere Renten über den Zeltplatz zu marschieren. Außerdem hatte Heidi heute einen Ruhetag angeordnet. Zum Mittag gab es Königsberger Klopse. Die Soße wurde verfeinert mit Zitronensaft. Die Zitrone kam aus dem Garten der Medici. Heidi wieder; ich schäme mich.
Gegen Mittag kam der Regen, der Sturm und die Sonne, allerdings im Wechsel aller 20 Minuten.


7.Tag
1.5
Mo

nach oben


 



Wir fahren mit dem Auto nach Montecatini runter auf den Parkplatz Nr.2 und laufen zum Bahnhof.
Eine lange Schlange am Schalter. Ich sehe einen Automaten, darauf eine deutsche Fahne am unteren Rand, auch andere Fahnen sind zu sehen. Ich berühre die dt. Fahne, da ruft mir eine Stimme entgegen, verhindern sie Diebstähle, lassen sie ihre Sachen nicht aus den Augen. Jetzt zeigt ein junges Mädel auf den Tabakladen. Wir hinein. Eine junge Frau spricht erst englisch und dann deutsch mit uns. Wir bezahlen 22,oo € für Hin- und Rückfahrt. Sie gibt uns die Fahrscheine und ruft uns lachend zurück, denn die Fahrscheine für die Rückfahrt mussten erst noch ausgedruckt werden. Nach 50 Minuten sind wir in Florenz auf dem Bahnhof SMN.
Mit dem Navi kommen wir zu den Uffizien Florenz. Es ist 11:30 und wir stehen in einer Schlange. Das Ende sind wir, der Anfang ist irgenwo. Aber wie schon am Bahnhof steht auch hier Militär mit Fahrzeugen und Maschinenpistolen und auch die Polizei ist vertreten. Vor und hinter uns wird russisch gesprochen.
Der Sekundenzeiger dreht ohne Unterbrechung seine Runden.
Die Russen vor uns haben aufgegeben. Heidi holt Eis. Es ist alles besser als hier in der Reihe zu stehen.
Bis zum Eingang sind es jetzt noch 32 Meter und es ist jetzt 12:18.
Die Uffizien, 13:30, wir haben Karten sind durch die Kontrolle haben meine Rucksack abgegeben und waren auf der Toilette.
Ein langer Gang in der 2. Etage, der Beginn in das Reich der Gemälde und der Marmorskulpturen, Die bemalte Decke, die die Meisten keines Blickes gewürdigt haben, war mit hunderten Porträts unterhalb der Deckenkante behangen. Diese alleine hätten eine Sammlung für sich sein können.
Wir biegen in den ersten Saal ab.
Ich habe meine Rucksack wieder. Es ist 16:30 und wir verlassen die Uffizien.
Wir waren diesmal, nach unserem Besuch von 2015, besser vorbereitet und konzentrierten uns auf Werke mit denen wir uns vorher vertraut gemacht haben.
Gegen 19:30 saßen wir am gedeckten Tisch im Wohnwagen.



8.Tag
2.5
Di

nach oben


 



Pistoia, Markttag, wie vor 2 Jahren verließen wir den Markt wieder mit frischem Obst und Gemüse.

Wir hatten gerade alles verstaut in Beuteln und im Rucksack, da fing es wieder mal an zu regnen.
Wir fanden Unterschlupf im Dom von Pistoia. Das Baptisterium war wie vor 2 Jahren immer noch geschlossen. So statteten wir dem Palazzo Cummunale einen Besuch ab und bewunderten wiedermal die Elektrik. Auf dem Weg zum Auto schlüpften wir noch schnell in eine achteckige Basilica mit einer riesigen Kuppel.
Bei COOP kamen wir auch nicht vorbei. Die Supermärkte haben hier für uns eine riesige Anziehungskraft, man sieht es uns aber auch an.



9.Tag
3.5
Mi

nach oben


 



Es regnet wiedermal und das die ganze Nacht. Ein Hering hat sich über Nacht aus der Erde befreit und muß mit kräftigen Schlägen wieder zu seiner Aufgabe gezwungen werden. Die Zeltleinen werden wieder gespannt. Die Sonne sieht den Fleißigen und wagt sich hervor.
Wir haben Ruhetag. Am Abend setzt der Regen wieder ein.



10.Tag
4.5
Do

nach oben


 



Wieder einmal habe ich ein Programm für den heutigen Tag erarbeitet. Vom Bahnhof in Firenze zur Information und ein Ticket ziehen. Als meine Nummer erschien, nahm ich meinen Stadtplan und ließ meine Traumroute für den heutigen Tag eintragen. Es gab nur 4 Punkte und für die ersten beiden Punkte hatte ich 2 Std. geplant. Im Reiseführer war die Gemäldesammlung auf 12 Zeilen zusammen gefasst. Was sollte da meinen Plan gefährden?
Frohen Mutes ging es zum Ticketservice des Palastes Pitti. Hier waren meine ersten zwei Punkte abzuarbeiten. Die Galleria Palatina, über 500 Gemälde von den Medici gesammelt hängen da in den Sälen. Kunst statt Tapeten, nach diesem Motto sind die Gemälde an den Wänden platziert. Manchmal nur 2 übereinander, manchmal auch 4 oder 5, auch die Decken, die Fensterläden und alles andere ist auch bemalt. Im Reiseführer vom Müller-Verlag war noch zu lesen:" Wer sich Zeit nimmt, findet in der Masse der Gemälde Raffael, Rubens, Tizian und ...
Dann kamen noch die grünen, roten(der Thronsaal), gelben Zimmer, die Zimmer der Königin, die Zimmer, ich hab es jetzt schon vergessen. Wir nahmen uns die Zeit. Nach 3 Stunden waren wir der Meinung jetzt ist Schluss. Die Bilder hatten uns erschlagen. Es war in der Galerie auch keine Systematik zu erkennen. Wahrscheinlich wurden die Bilder aufgehängt, wie sie auch von der Familie gekauft wurden.
Da waren aber noch die Bilder der Maler vom 19. Jh. bis Mitte des 20 JH., die kleinen und großen Skulpturen.
Es gab nichts sitzähnliches für Besucher in der ganzen Galerie. Heidi setzte sich manchmal auf die Stühle der Aufsicht. Zweimal waren die Stühle auch mit schlafenden Aufsichtspersonen besetzt.
Da war da noch der 2. Punkt, der Boboli Garten und wir hatten ja schon die Karten. Wir quälten uns noch eine Stunde durch den Garten der Medici. Wir besuchten den Hofzwerg von Cosimo I.
Wir ließen den letzten Rest unserer Luft ab und verabschiedeten uns vom Palast Pitti, strichen die letzten beiden Punkte und schleppten uns zur Pizzeria im Zentrum. Unser Mut kam wieder zu Kräften, dank eines Bieres für jeden. Wir erreichten unseren Zug gegen 19:00.



11.Tag
5.5
Fr

nach oben


 



Der Tag beginnt wieder mal mit Regen und schickt uns mit Regen ins Bett. Als es einmal nicht regnete hat es gehagelt. Nur die Sonne kam nicht hervor. Die einzige Maßnahme war das Einkaufen. COOP, hinfahren, einpacken und bezahlen. Aber sie, die Kasse, wollte unsere EC Karte nicht, auch die Visa Karte nicht. Wir haben den Korb stehen lassen und sind gegangen. Im nächsten Laden nahmen sie unsere EC-Karte.



12.Tag
6.5
Sa

nach oben


 



Der Palazzo Vecchio, zumindest seinen Turm, der Dom mit seinem Campanile, die Basillica Santa Croce und die Synagoge heben sich deutlich in Florenz hervor, wenn man auf der schönsten Aussicht von Florenz, dem Piazzale Michelangelo steht.
Es sah stark nach Regen aus. Also lud ich Heidi ins Auto und fuhr nach Florenz. Der Platz Michelangelo, den ich vor 2 Tagen von meinem Plan, wegen Zeitmangel, streichen musste, sollte nun heute abgearbeitet werden. Pläne sollte man einhalten.
Wir fuhren die 53 km zur Aussicht. Bei einem Verbrauch von 6,o l war die Geschwindigkeit also nicht zu hoch. Wir bummelten durch die Toscana, wie alle vor uns und auch nach uns.
Dann begann das Chaos. Einen Parkplatz zu bekommen war aussichtslos. So wendeten wir auf einer viel befahrenen Straße und schlichen uns langsam wieder an den Platz. Eine Lücke im langen Band der rechtswidrig geparkten Autos gab auch uns Unterschlupf. Nur musste ich Heidi vorher austeigen lassen, denn die Hecke war dicht, wie beim Dornröschen.
Hunderte Menschen standen auf dem Platz und schauten auf Florenz. Mitten auf dem Platz ein Denkmal zu Ehren Michelangelo, mit Nachbildungen des David und der vier Figuren der Tageszeiten.
Neben dem Platz, am Hang, war eine Schwertlilienschau. Ich habe noch nie so viele Schwertlilien an einem Ort gesehen. Mein kleines botanisches Verständnis für alles Grün dieser Welt, schien Überschläge über diese Schönheiten zu machen.
Das Kirchlein, San Miniato al Monte, oberhalb des Platzes, welches bereits 1075 in Bau ging wurde noch schnell ein Besuch abgestattet.
Kaum im Auto wurden wieder ganze Wassereimer von oben abgekippt. Als wir das LIDL-Schild sahen bremsten wir und kauften endlich mal wieder schönes frisches Brot und Brötchen. Schön deshalb, weil es weich war. Das italienische Brot ist zum Teil sehr hart und man muß es toasten.
Engländer, die in unserer Abwesenheit ihren Wohnwagen aufgestellt hatten, schwammen in einer großen Pfütze vor Ihrem Heiligtum.



13.Tag
7.5
So

nach oben


 



Wir trödeln in den Tag, denn es ist nass von allen Seiten. Mittags kam die Sonne. Wir gehen wandern, von Montecatini Alto nach Montecatini Terme, immer den Berg hinab. Für die 4 km verzichteten wir auf unsere Wanderausrüstung, wir wollten doch nur in Montecatini terme bummeln.
Wir fragen Kinder, die gerade aus dem Schulbus steigen, wo der Anfang des Weges sei. Sie staunen, Wandertour, sie wissen es nicht. Ein Junge begleitet uns noch ein Stück und biegt in sein Elternhaus ab. Zwanzig Meter hinter seinem Haus steht ein Pfahl mit einem roten Pfeil. Trekking steht darauf. Wir biegen ab. Es geht steil nach unten. Nach zehn Minuten tröpfelt es wieder.
Wir kehren um. Ein Trampelpfad durch eine Olivenplantage bringt uns jetzt auf den Marktplatz von Alto. Da steht dieses Schild mit einem Bierglas. Nein, wir laufen weiter, 5 € das Glas, nein, wirklich nein. Mitten in Florenz, neben den Uffizien kostet das Bier nur 4 €.
Wir laufen mit dem Regen jetzt um die Wette, aber wir bleiben trocken.
Am Abend, als am Himmel die Blitze zucken, stehen wir mit einem Engländer draußen und plaudern über Camping und Europa. Ich hole zwei Gläschen vom Single Malt. Der Wetterfrosch hat uns morgen Sonne versprochen bei 21°C.



14.Tag
8.5
Mo

nach oben


 



Wir fahren heute mal mit dem Bus nach Florenz, das geht schneller. Der Busfahrer schmeißt uns irgendwo in Florenz raus. Wir sind nicht die Einzigen welche irritiert sind. Wir fragen die Leute. Ein Mann, der uns erst mal sagt wo wir sind und nach kurzem Zögern uns einfach ein Stück mit nimmt, nach dem er uns mitteilte, wie teuer die Straßenbahn ist. Manchmal ist es schön erstaunlich was man alles versteht ohne eine gemeinsame Sprache zu beherrschen.
Wir stehen vor der Kirche SMN hinter uns der Platz und der Bahnhof SMN. Das SMN versteht jeder in Florenz. Santa Maria Novella ist eine Dominikanerkirche aus dem 13. Jh. und von einem Kaufmann bezahlt. Filippo Brunelleschi, der Architekt, hat den Künstlern erstmals gezeigt wie man Personen und Gegenstände zweidimensional darstellen kann und das in dieser Kirche.
Danach sind wir langsam durch Florenz gebummelt. Auf meinem Plan standen heute nur 2 Punkte. So bekam Heidi auch mal Gelegenheit in das eine und andere Geschäft abzuzweigen. Es gibt hier mindestens noch 20 Museen, die wir noch nicht besucht haben. Etwa 200 € haben uns hier die Museen schon gekostet.
Santa Croce, wir haben uns von einem Kellner erklären lassen, wie das ausgesprochen wird. Die Leute müssen auch verstehen wo wir hin wollen.
Im Jahre 1214 Grundsteinlegung, 1385 war man dann das erste Mal fertig. Das ist keine Anspielung auf den Berliner Flughafen.
Im Laufe der Zeit wuchs die Kirche zu einem Ort für die Größen der bildenden Künste, der Musik und der Wissenschaften. Michelangelo, Galilei, Machiavelli, Dante, Rossini und viele andere die ich nicht kenne, liegen hier begraben beziehungsweise haben Denkmale.
Dieses Jahr waren wir für Florenz besser gerüstet. Im Vorfeld hatte ich ein Buch, von Stein´s geliehen, indem ich mir die meisten Punkte herausgenommen hatte. So konnte ich, wie in Santa Croce, die ich nun ein zweites Mal besuchte, viel besser nach vollziehen, was da an den Wänden alles abgebildet war bzw. hing. Reisebücher, wie vom Müller Verlag geben zwar ein sehr großen Überblick sind aber mit Details sehr knausrig, denn auf den 70 Seiten Florenz, im Buch "Toscana" kann man nur das wichtigste mitteilen.
Donatello, Brunelleschi, Rosselino oder auch Giotto sind Künstler, die den großen Teil der Kirche ausgestattet haben.
Vor dem Abendbrot sind wir noch schnell um Or San Michele geschlichen. Das Kirchlein mit den 12 Figuren und 2 Figurengruppen ist damals zu einem Getreidespeicher umgebaut wurden, so dass nur noch ein kleiner Teil als Gebetsstätte dient. Sie war geschlossen.
Weil wir heute das dritte Mal in dieser Gaststätte waren, gab es nach dem Essen einen Limochello gratis.
Wir sind noch eine Stunde durch Florenz gebummelt, mit dem Zug noch eine Stunde zurück gefahren und dann ins Auto gestiegen. So kam ich diesmal erst um 22:00 zu meinem Glas Rotwein.



15.Tag
9.5
Di

nach oben


 



Ein kleiner Spaziergang rund um den Zeltplatz vor dem Essen und nach einer schläfrigen Phase noch einmal nach Montecatini Alto. Hier sind mittlerweile 28°C in der Sonne. In Dresden sollen heute die 13° erreicht werden.

Unser Spaziergang führt uns, wie schon des öfteren durch Montcatini Alto. Es sieht alles etwas morbide aus. Von morbiten Charme ist aber nichts zu spüren. Einige Häuser stehen zum Verkauf, einige Warten auf Gäste und wenige sind ständig bewohnt.
Wir sind einer deutschen Gruppe begegnet und auch Russen, diese fotografierten sich und alles rechts und links der Wege. Der Schatten war unser Ziel auf den Wegen, die Sonne fing an zu nerven.



16.Tag
10.5
Mi

nach oben


 



Pescia, außerhalb der Niederlande ist dies der größte Blumenmarkt Europas. Von Pistoia bis Pescia liegt die Ebene Valdinievole, Tal des Nebels. Hier liegen unzählige Baumschulen und Gewächshäuser.
Diese Stadt erinnert uns an Sizilien. Der Müller Verlag hat in seinem Toscana Buch elegante Boutiquen auf dem schmalen Piazza Mazzini gesehen. Wir nicht. Ein Bummel durch die Stadt findet bei Lidl ihr Ende.
Wir steigen ins Auto und fahren in die Peciatiner Schweiz. Wieder einmal führt uns der Müller Verlag durch eine wunderbare ruhige Gegend. Selbst die vielen alten Papierfabriken können das Bild nicht stören. Wir steigen mehrere Male an der Strecke aus und bewundern, die Ortschaften, die wie geklebt an den Hängen zu sehen sind. In Vellano steigen wir am Ende des Ortes aus dem Auto, das wir am Friedhof abstellten. Der Ort wird zum ersten Mal im 10. Jh. erwähnt. Dann geht es steil nach unten. Die Fußwege gehen zum Teil durch die Häuser. Als wir unten angekommen sind, ist das Kaffee geschlossen.
Heidi kauft bei einem Bauer Fenchel und fragt zweimal nach dem Preis, denn der war sehr niedrig. Wir fahren zum Zeltplatz auf der anderen Seite des Berges wieder nach unten.



17.Tag
11.5
Do

nach oben


 



Heidi benutzt die Waschmaschine am Platz. Ich spanne die Leine von Baum zu Baum. Dann hole ich meinen Staubsauger, das Handmodell, das Geschenk meiner Frau für mich, für den Wohnwagen heraus. Ich sauge, aber plötzlich, nach 2 Minuten ist die Batterie leer. Er schweigt und ich bin sprachlos. Zwangsläufig ruht nun die Arbeit. Dabei hatte ich heute einen Lauf, schade jetzt ist er vorbei.
Nach dem Essen mache ich einen Spaziergang und komme am Eisladen vorbei. Da zeigte sich wieder einmal die Diskrepanz zwischen Geist und Fleisch.
Die Standseilbahn weckte dann mein Interesse. Eine Abhandlung über die Burg Montecatini Alto hängt im Gebäude, aber die technischen Daten dieses altehrwürdigen Denkmales finde ich nirgends.
Die letzten Sonnenstrahlen des heutigen Tages begleiteten mich zum Campingplatz zurück. In der Rezeption frage ich nach der Anzahl der Nonnen vom Kloster hier in Alto. Zwei oder drei lautete die Antwort. Nur zu Ostern kann man das Kloster besuchen
Es ist 16:00 und es wird etwas windig. Heidi strickt. Mein Handmodell hängt noch an der Steckdose. Ich werde ihn noch vor dem Abendbrot wegpacken. Er bekommt bestimmt noch seine Chance.



18.Tag
12.5
Fr

nach oben


 



Sonne blickt uns ins Gesicht. Wir müssen die Augen zusammen kneifen. Der Schweiß presst sich langsam seinen Weg ins Hemd.
Es geht zu Lidl. Eigentlich kaufen wir kein Brot hier, aber wir sind in Italien. Schwarzbrot ist unser Begehr. Bei COOP kommt Obst und Gemüse dazu. Getankt haben wir heute Preisgünstig, 1,29 €, das ist in Italien sehr selten zu finden.
Meinem Staubsauger habe ich heute eine zweite Chance gegeben. Wir, er und ich, haben uns vertragen.
Am Nachmittag fahren wir mit dem Bus runter nach Montecatini Terme. Vom Zentrum, mit den vielen Fensterscheiben der Geschäfte, laufen wir zum Kurpark. Das Kurhaus verlangt Eintritt. Wir drehen ab.
Unser Weg führt uns zur Standseilbahn. Diese verbindet den Kurort mit der Bergstation von Montecatini Alto. Die Bergfahrt für 4 € pro Person, der Wanderweg ist heute viel zu steil.



19.Tag
13.5
Sa

nach oben


 



Unser letzter Tag in Montecatini, wir räumen auf und bauen ab und räumen danach wieder auf. Über die Vogelsch... auf dem Vorzelt fallen wir zuerst her.
Der Campingplatz für die Fahrt nach Mailand wird in das Handy eingegeben. Der Straßenatlas für Italien wird schon auf die Rücksitzbank gelegt, dieses vermeidet evtl. einen kleinen Wortwechsel während der Fahrt auf der Autobahn.
Heidi geht bezahlen.
Am Abend sitzen wir wieder mit einem Ehepaar aus Taunton/England zusammen. Ich bring meinen Singel Malt mit und er holt seinen Bourbon einen Kuntucky Whiskey. Die Frauen trinken einen Traminer.
Meistens haben die Frauen sich ausgetauscht. Die beiden waren überrascht was wir schon alles in England gesehen haben. Auch tauschten wir uns über Frankreich aus, das die beiden auch schon mehrmals besuchten. Wir haben viel gelacht über unsere Abenteuer.
Seit gestern hatten wir kein Internet mehr, unsere Zeit war abgelaufen. Außerdem lief alles nicht mehr so richtig. Microsoft beglückte uns sofort mit einem Update auf dem Notebook und eines für jedes Smartphone, sobald wir eines der Geräte einschalteten.
Die Sonne beglückte uns heute mit 29°C.



20.Tag
14.5
So

nach oben


 



Gestern Abend kaufte ich noch eine Stunde Internet hinzu. Ich wollte heute früh die Nachrichten hören. Frau Kraft wurde gestern abgewählt. Mein Vorfreude über die Nachrichten wurden je gebremst, das Internet war am Morgen so langsam, dass ich alles nur sehr abgehackt hörte.
Die Autobahn überraschte uns mit mindestens 36 Tunneln. Unser Navi führte uns am Campingplatz vorbei, nach 100 Metern fanden wir die Gelegenheit zum wenden. Auf der Kreuzung ließen mich die Italiener wenden, obwohl auf allen Straßen Autos standen. Den Blinker an und vorsichtig Gas geben. Kein zucken, kein Finger oder eine andere Bewegung, wir lieben Italien.
Hänger auf die Füße stellen, Abwasserbehälter in Stellung bringen, Strom anschließen und in den Bus ins Zentrum von Mailand. Leonardos Gemälde war unser Ziel. Heute war geschlossen. Somit gab es auch keine Tickets. Da in einer Stunde nur hundert Leute diese Bild sehen dürfen, ist eine Vorbestellung zwingend notwendig. Morgen anstellen, damit wir vielleicht übermorgen irgendwann da reingelassen werden. Wir wenden uns dem Dom zu.
Das viertgrößte Haus welches Christen je gebaut haben, wollten wir aber doch anschauen. Also am Ticketschalter eine Nummer ziehen.
Auch dieses Haus, wo das Geschäft funktioniert, während deren Herr im Himmel thront. Vor zwei Jahren konnte man noch mindestens in die Kirchen kostenlos hinein. Für alles andere musste schon immer bezahlt werden.
Die Fassade komplett aus Marmor. Der fünfschiffige Innenraum mit riesigen Säulen, einen Jesus in luftiger Höhe, der einen originalen Sargnagel beherbergt, der einmal im Jahr dem Volk gezeigt wird, das zeugt von einem festen Glauben.
Trotzdem es war beeindruckend was die Leute damals hier hingesetzt hatten.
Dann schnell noch durch die wunderbare Gallerie Vittorio Emanuele II, wo man Taschen und Kleider anschauen kann, auch kaufen, die ich nicht bezahlen will.
Der Campingplatz in der Vorsaison für 39,oo €. Da haben wir auf das Internet für 3,oo € am Tag verzichtet.
Mailand gefällt uns nicht so richtig, eigentlich meiden wir solche großen Städte. Schon mit Madrid erging es uns ähnlich.
Wir packen einfach und fahren am Morgen weiter.

Nun doch noch ein Wort zu Dresden. Wir fahren hier in Mailand vom Campingplatz mit dem Bus, steigen dann um in eine Metro um die letzten Meter mit einer Straßenbahn zu fahren und gelangen so ins Zentrum. Das geht alles mit einer Fahrkarte und diese ist 90 Minuten gültig. Was kostet jetzt der Spaß, genau 1,50 €. Ich gebe es ja zu, die Straßenbahnen sind nicht die Neusten. Da haben wir ja Glück mit unseren Stadtvätern, die legen auf so etwas größten Wert.



21.Tag
15.5
Mo

nach oben


 



Wir sind also auf der Autobahn, da meckert jemand über meinen Vorrat an Diesel. Also die nächste Abfahrt raus und in Mailand eine Tankstelle suchen. An der ersten Tankstelle gab es Diesel für 1,36 € zum Selbsttanken, auf der Tafel rechts und für 1,65 €, auf der Tafel links, denn hier wird betankt. Da bin ich auf der Seite mit 1,36 eingefahren. Da kam der Tankwart und wollte mein Auto betanken, ich sei auf der Serviceseite für 1,65 €. Ein Lächeln von mir und ich stieg wieder in mein Auto. Schon beim Einfahren mit dem Wohnwagen sind 2 Mechaniker der Tankstelle aufgesprungen. Als ich wieder rausfuhr hat mich Heidi eingewiesen, damit ich die Tanksäule stehen lasse, denn es war mehr als eng, wie schon bei der Einfahrt. Die Mechaniker haben einfach von weiten zugeschaut, wie wir mit dem Wohnwagen da wieder rauskommen.
An der nächsten Tankstelle bekamen wir den Diesel für 1,36 € an einer Säule mit Kreditkarteneinschub. Die Kreditkartenautomaten erkennen deutsche Karten und helfen dann auch weiter. Der Kreditrahmen mit 100 € führt zwar kurzzeitig zu Herzrasen aber es wird auf den Pfennig genau abgerechnet.
Auf der Autobahn gab es auch wiedermal etwas Neues. Teilweise fuhren die LKW 97 km/h und das auf zwei Spuren. Nicht die Deutschen, nicht die Polen und die Österreicher auch nicht, es waren die Italiener. Als sich alles etwas gelichtet hatte, reihte ich mich mit 87 km/h wieder hinter einem LKW ein. In Verona verließen wir die Autobahn und fuhren auf der Landstraße durch die Alpen.
In Trento bogen wir nach Caltonazzo ab. In Valcanover fuhren wir wieder auf den Campingplatz Punta Indiani. Für uns der schönste Platz am See. Er ist in zwei kleine Bereiche unterteilt. Mit der ACSI Karte kann man für 17/19/23 € in der Vor- und Nachsaison dort übernachten. Gut, der Zug fährt auf einem Damm durch den Platz aber den hört man nach 2 Tagen nicht mehr. Alles wieder aufgebaut und ins Internet, welches es hier kostenlos gibt.



22.Tag
16.5
Di

nach oben


 



Auf in den Sattel. Wir wollen einkaufen. Es gibt hier einen Lidl. Meiner Meinung nach etwa in 4 km. Die war aber falsch. In den Alpen kommt kaum eine Straße ohne Erhebungen aus. Nach 9 km waren wir am Lidl. Meinen Sonneschein den ich für die kleine Tour begeistert hatte, sah nach Regenwolken aus.
Wir hatten heute 34°C. Auf der Rückfahrt kam leichter Wind auf. Am Platz selber sah man dicke Regenwolken in der Ferne die sich aber nicht über die Berge wagten. Auf dem See waren die Wellen jetzt zwar hörbar aber es kühlte sich kaum ab. Die Geräusche von der gegenüberliegenden Fernstraße waren nicht mehr wahrnehmbar. Die Zeltschnüre werden sicherheitshalber nachgezogen.
Ob ich morgen noch jemanden für eine Fahrradttour begeistern kann, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar.



23.Tag
17.5
Mi

nach oben


 



Das Wetter war heute nicht so besonders und die Sonne versteckte sich bei 26°C. Wir waren in Caldonazzo Olivenöl kaufen.
Da ich immer den Helm und die Fahrradhandschuhe trage, störte es mich nicht wesentlich, dass ein rotweiß gefärbter Pfahl in dem Augenblick mitten auf dem Fahrradweg stand, als er mich vom Rad holte, weil ich ihn übersah.
Eine Beule am linken Unterarm war zwar deutlich zu sehen aber sonst war ich schnell wieder im Sattel.
Nachtrag 24.5, heute sah ich den Riss in meinem Helm. Irgendwann mussten sich die 50 € mal nützlich machen. Heidi bewundert ständig die Verfärbungen meines linken Unterarmes. Die Beule wurde erst blau und ist in ein schönes Gelb übergegangen ohne jemals Schmerzen erzeugt zu haben. Aber sonst habe ich das ganze gut überstanden.
Zum Nachmittag war ich schon wieder mit dem Rad beim Bäcker. Die Sonne ist auch wieder da.
Jeden Tag zwischen 18:oo und 21:oo sind die Drachenbote hier unterwegs. Man hört die Trommel ohne das Schreien der Antreiber, auch ein Mädel kräftigte heute ihre Stimme.



24.Tag
18.5
Do

nach oben


 



Heute war wieder Ruhetag. Der Muskelkater zwang uns zur Ruhe. Also fahren wir einkaufen.
Kaum waren wir am Wohnwagen gab es ein längeres Gewitter. Heidi machte ein Kreuzworträtsel und ich Sudoku. So zwangen wir die Zeiger der Uhr sich ständig in Richtung Abendbrot zu bewegen. Auch der Rotwein half mir, die Bewegung der Zeiger ständig im Blick zu haben und sie davon abzuhalten eine Pause einzulegen.



25.Tag
19.5
Fr

nach oben


 



Ein weiterer Ruhetag. Ich versuche meinen Fotoapparat kennen zu lernen. Den habe ich zwar schon ein paar Jahre, wenn man aber nur mit Automatik fotografiert, gibt es doch viel zu entdecken.
Nach 60 Minuten bewege ich den Drehschalter und bringe die Automatik mit dem silbernen Punkt in Übereinstimmung. Es steht dort iA, dies ist die Abkürzung für intelligente Automatik und soll mich nicht animieren den Schlachtruf eines Grautieres mit langen Ohren nach zu ahmen.



26.Tag
20.5
Sa

nach oben


 



Ich habe ein Lazarett eröffnet. Aber es ist mir nicht bekannt in wie weit ich als Krankenpfleger geeignet bin, ich gebe mir aber Mühe. Frühstück und Mittag habe ich schon geschafft. Meine Kranke hat auch noch nicht protestiert. Sie ist erkältet, hustet stark und hat leichte Temperatur.
Drinnen wie draußen sind zur Zeit 27°C, also erträglich für Pfleger und Kranke.
So, das Kaffeetrinken habe ich auch geschafft. Die Vorbereitungen für das Abendbrot laufen. Danach noch 10 min Pflege und wieder ab ins Bett.
Ich bin erschöpft, fix und fertig, ..., es fällt mir schon nichts mehr ein.



27.Tag
21.5
So

nach oben


 



Die Krankenstation ist noch eröffnet. Damit kann ich mich wieder mit meinem Handstaubsauger beschäftigen. Im Küchenschrank, wo die Gewürze, der Kaffee und das Brot lagern, müssen die 2 Fächer dringend von Krümeln befreit werden. Gut, man hätte auch einen feuchten Lappen nehmen können. Das wäre schneller gegangen und ich hätte den Staubsauger nicht reinigen müssen.
Meine Kranke konnte ich für einen kurzen Spaziergang begeistern.
Eine Gewitterwand zieht über uns am Abend hinweg. Sie droht nur, sie krummelt ein wenig, es bleibt aber trocken.
Wir schauen von unserem Platz auf den Pasubio (2232 m s.l.m., Cima Palon). Er ist ein Berg in den Vizentiner Alpen. Er bildet ein Kalkmassiv an der Grenze der italienischen Provinzen Vicenza und Trient. Aber das Foto habe ich Morgen eingefügt, heute ein Bild auf die nähere Umgebung.



28.Tag
22.5
Mo

nach oben


 



Es ist 17:oo und wir braten zur Zeit bei 40°C in der Sonne. Natürlich nicht, wir sitzen im Schatten oder springen von Schatten zu Schatten um der Sonne zu entfliehen.
Wir waren wieder bei LIDL einkaufen, 16,4 km. Obwohl ich die beiden Fahrräder fast jeden Berg nach oben schob, ist Heidi fix und foxi.
Aber es gab wieder Erdbeeren die nach Erdbeeren schmecken und Brot, mit dem Geschmack von zu Hause. Eigentlich brauchten wir nichts, aber die Fahrradtaschen gingen wieder kaum zu.
Das Mittagessen haben wir auf Morgen verschoben. So ist die Freude auf das Abendbrot etwas größer, wenn da nicht die Hitze wäre, die eigentlich keinen Hunger erzeugt. Aber ich werde mich durchsetzen.



29.Tag
23.5
Di

nach oben


 



Heute bin ich einmal um die beiden Seen, Lago di Caldonazzo und Lago di Levico, gefahren. Das waren harte 24 km und davon mindestens 15 km nach oben. Wenn ich die Runde anders herum gefahren wäre, hätte ich nur 3 km nach oben gemusst und wäre dann den größten Teil der Strecke nach unten gefahren. Das nächste Mal.
Heidi hat inzwischen ihre Krankheit gepflegt mit Hilfe eines Fernsehfilmes. Da das Internet immer noch kostenlos ist, wurde mein Laptop als Fernseher genutzt.
Auch habe ich noch einen Nachtrag am 18.5 hinzugefügt.
Links im Bild der Zug, der gerade oberhalb unseres Wohnwagens aus der Kurve kommt und der uns jeden Tag gegen 8:oo weckt. Eigentlich kommt der erste Zug schon 6:00, aber den und die anderen verschlafen wir meistens.
Der erste Abschnitt der Bahn von Trento nach S. Cristoforo wurde für die Königin Sisi gebaut die hier gerne Urlaub machte. Später wurde die Strecke bis zum Kurbad in Levico ausgebaut. Jahre später wurde die Strecke bis Venedig erweitert.



30.Tag
24.5
Mi

nach oben


 



Heute drehen wir die letzte Rund in Italien. So waren wir noch mal 23 km auf Italiens Radwegen unterwegs. Levico, das bedeutete beide Räder noch einmal einen steilen Berg nach oben schieben, bis ins Zentrum.
Anschließend haben wir langsam abgebaut. Eine Birke neben unserem Platz hat mit ihren Pollen das Auto und den Wohnwagen zugeklebt. Immer wenn wir mit dem Auto gefahren sind, mussten wir erst die Scheiben reinigen von der klebrigen Masse. Die Scheibenwischer waren so fest als wären sie festgefroren.
Da Feiertage in Österreich und Deutschland sind, ist es hier gerammelte voll. Heidi macht sich deshalb wieder Sorgen. Ich habe schon 2 Helfer, die mir Morgen den Wohnwagen aus meinem Stellplatz heraus drehen, sodass ich ihn anhängen kann.



31.Tag
25.5
Do

nach oben


 



Es läuft alles nach Plan:

 7:00  Wecken und Frühstück, das Schmutzwasser entsorgen
 Zähne putzen, waschen
 den letzten Müll entsorgen
 7:30  Wohnwagen anhängen und der Nachbar fährt sein Auto weg
 Wohnwagen von den Keilen ziehen
 und den Wohnwagen zurückschieben
 mit den beiden Helfern den Wohnwagen drehen
 den Wohnwagen wieder anhängen
 8:00  Abfahrt
 8:10  Anhalten, Sicherheitskontrolle; sicher ist sicher
 Kontrolle der 12 V des Kühlschrankes und die
 Sicherung der Tür des selbigen,
 Verschlusssicherungen aller Türen prüfen
 Jetzt geht es wirklich los

Heidi überraschte ich mit der Ansage: wir fahren auf der alten Brennerstraße also keine Autobahn. Funkstille, vor Heidis Augen waren Serpentinen ohne Ende zu sehen. Aber ein Mann muss tun, ... Also gestern Abend sah ich mir das ganze im Autoatlas an. Es gab keine Serpentinen auf dieser Strecke.
Wir fahren gemütlich ohne Eile diese Straße entlang, durch Trient, Bozen und Brixen und viele Dörfer. Es gab keine Probleme. Auf der Autobahn sahen wir die Staus auf der Autobahn. Mindestens 4 lange haben wir gesehen, denn am Donnerstag war Feiertag in Österreich und damit LKW Verbot, so stauten sich in Italien hunderte LKW. Im Radio Südtirol wurde gesagt, wegen Überlastung der Autobahn käme es zu den Staus. Und was vielen nicht bewusst ist, Wohnwagengespanne dürfen auf der Brennerautobahn nicht auf die Überholspur, es ist schlicht verboten und kaum bezahlbar, wenn man erwischt wird. Langsam war Heidi mit meiner Entscheidung die Landstraße zu benutzen doch zufrieden.
In Sterzing wollte Heidi ein Pickl für Österreich kaufen. Ich nutze die Chance in die beste Autowaschanlage zu fahren, die ich bisher sah. Diese Selbstbedienungsanlage war unterteilt in 2,8o m und 3,60 m Höhe. Die einzelnen Abteile waren so weit auseinander, dass das Auto auch quer hinein gepasst hätte. So konnte ich diese klebrige Masse der Pollen vom Auto und teilweise vom Wohnwagen abspülen ohne selbst nass zu werden. Das Pickl bekamen wir nicht.
In Gries(A) ein Pickl gekauft und schnell weiter, aber da stand ein Schild, Hänger verboten. Damit war der alte Postweg für uns gesperrt. So mussten wir in Gries entscheiden, entweder nach Italien zurück oder jetzt auf die Autobahn auffahren.
Wir entschieden uns für die Autobahn. Nachdem wir feststellten, dass in Österreich alle LKW´s von der Autobahn zur Kontrolle geholt wurden, habe ich mich für die direkte Fahrt nach Hause entschieden. Gegen 19:30 erreichten wir Dresden.



32.Tag
26.5
Fr

nach oben


 



kleines Fazit: Florenz hat uns gefangen genommen, wir müssen noch ein drittes Mal hin. In Italien gibt es kaum deutsches Material in den Museen. Es hat sich nichts geändert. Da wir schon einmal in Italien waren, wussten wir dieses und hatten diesmal genug Material für Florenz und die Toscana mit. Gerade in Florenz verpasst man das Meiste, wenn die Vorbereitungen zu Hause nicht in Gang gesetzt werden. Es gibt aber Prospekte in Englisch. Ich habe keine Schwierigkeiten mit englisch, meine Liebste übersetzt mir alles. Vor der Fahrt mit dem Wohnwagen muss man sich bewusst mit den Feiertagen beschäftigen und zwar mit jenen, welche man durchfährt. Auch die Belegung der Campingplätze kann schon an Vorfeiertagen zu Engpässen führen. Der Campingplatz, Punta Indiani, war von deutschen, holländischen und österreichischen Urlaubern in Besitz genommen wurden. Über Karfreitag und auch zu Pfingsten hat hier kein Zelt mehr Platz.

Das war unser Urlaub in Italien. Im Herbst müssen wir aber noch einmal nach Frankreich.
Wieder zu Hause kann ich mir nochmal alles in Ruhe durchlesen und ein paar Fehler korrigieren. Einige habe ich aber für Euch gelassen.



33.Tag
27.5
Sa

nach oben


 

© 2009 homepag‘e’schwege