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Italien           2015

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Also wenn ich vor meine Haustür trete und nach Süden schau, also von Seidnitz in Richtung Reick blicke, sollte auch dem Letzten klar sein, wo es links runter geht!

Diesmal gab es keine Schwierigkeiten, .... das wollte ich doch hoffen, also schnell noch ein paar Fäden aus meinem Ellenbogen ziehen und dann ging es auch schon los. Wir wurden wie immer von unseren Nachbarn verabschiedet, am Vorabend mit Whisky und am Morgen mit Winken vom Fenster während der Abfahrt.
7:30 Abfahrt und 15:30 Ankunft in Bischofswiesen. Der Campingplatz sollte 16,oo € kosten. Dazu kam dann eine Kurtaxe von 4,8o € und die kW/h für o,7o €. Das ist Deutschland. Welche Leistung dahinter steht ist uns nicht erklärt wurden.
Morgen sind nochmals 200 km zu schaffen, dann beginnt der Urlaub. Eben hören ich das Pfeifen einer Lokomotive, der Wohnwagen vibriert nur ein ganz klein wenig. Na dann eine gute Nacht.


1.Tag
16.4
Do

 

 



Camping Aquileia war heute unser Ziel. Da wir sehr zeitig aufbrachen machten wir in Villach eine Pause. Altstadt, naja, Kirche, schön anzusehen aber der Konditor neben der Kirche war schon etwas Besonderes. Heidi bestellte sich ein Stück Topfentorte und ich ein Stück Torte mit viel Mohn und oben auf Himbeeren. Wir sind erst am Anfang unseres Urlaubs also übte ich Zurückhaltung.
Italien empfing uns mit strömenden Regen. Die Nebelschlussleuchte wurde eingeschaltet. Wir fuhren zeitweise nur 60 km/h. Am Campingplatz Aquileia jagte uns das Navi mindestens 500 m vorbei. Also fragen, wenden und an der kleinen, kaum wahrnehmbaren Einfahrt wieder schnell vorbei. Der Dritte Versuch war erfolgreich. Das Mädchen am Eingang sprach deutsch und war einfach nur höflich. Wieso fällt einem dieses immer sofort auf.
Laut ACSI-Katalog sollte der Campingplatz 18,oo € kosten. Auf Nachfrage sagte das Mädchen 18,oo €. Keine Kurtaxe und der Strom kpl. im Preis auch kein Extra, sollte das wirklich alles im Berlusconi-Land sein. Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es trotzdem, auf dem Campingplatz gab es nur 6 A. Da es kühl war und wir den Heizlüfter brauchten, jagte die Sicherung mich mindestens 7 mal nach draußen an den Sicherungskasten. Wir einigten uns mit dem Heizlüfter, der sich nach meiner Einstellung nun in regelmäßigen Pausen ausschaltete. Nach 2 Stunden schafften wir es so auf 21°C.
Heidi bereitete das Abendbrot vor. Ich war für höheres bestimmt. So holte ich für Heidi einen Riesling und für mich einen Roten aus dem Kofferraum. Für Tage, wie heute, wo wir nicht einkaufen wollen, haben wir eine kleine Reserve mitgebracht.



2.Tag
17.4
Fr

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Es regnet. Italien will das wir wieder zurückfahren. Heidi will nach England und ich ins warme Spanien.
Seit einer Stunde suche ich einen Fehler in meinem html-Text. Nach dem body fehlte das ">" . Es regnet immer noch und es sieht nicht so aus als wollte es aufhören. So habe ich Zeit einige Rechtschreibfehler zu beseitigen. Natürlich lasse ich für Fans einige übrig.
Trotzdem gibt es auch heute viel Freude. Fam. Brüggemann gab uns mehrere Gläschen Konfitüre mit. So kam die Sonne wenigstens in unsere Herzen.
Ein Campinski aus Tirol lässt seit ca. 3 Stunden die Sicherung vom Platz raus fliegen. Der italienische Platzwart verzweifelt.
Auf dem Platz sind hundert freie Plätze. Da kommt ein Deutscher mit einem Mobil und stellt sich neben uns, na ja was solls, kann ja nett werden. Da plötzlich das Geräusch einer Schiebetür. Na gut, eine Klimaanlage die die ganze Nacht durchläuft ist viel schlimmer . Aber auch er verzweifelt wegen des fehlenden Stroms. Gegen 18:30 arbeitet der Kühlschrank wieder, genau für 10 min. An eine Schiebetür kann man sich auch gewöhnen.



3.Tag
18.4
Sa

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Der Strom kam gestern Abend doch noch durchs Kabel. Die Nacht war ruhig. Aber gegen 7:00 wurde die Schiebetür das erste Mal betätigt.
Als wir die Rollos öffneten blendete uns die Sonne. Wahrscheinlich beginnt unser Urlaub jetzt. Wir fahren nach Udine. Die Stadt bezeichnet sich selbst als wohlhabend. Der Plaza Liberta bestätigte unsere Vorstellung von Italien, ebenso der Burghügel mit seinem Castello aus dem 16. Jh.
Am Nachmittag bummelten wir an einer römischen Stadt vorbei bzw. an den Teilen, die die Hunnen stehen ließen. Die Ruinen sind Weltkulturerbe, als ich Aquileia auswählte für einen Halt, war mir dieses eigentlich vollkommen egal. Als Dresdner bin ich sowieso Weltkulturerbe geschädigt. Aquileia war zu Zeiten der Römer eine sehr bedeutende Stadt. So besuchten wir auch die Basilika aus dem 4.Jh. mit ihrem berühmten Mosaikfußboden. Hier gab es auch noch ein Taufbecken wo die Menschen mit dem ganzen Körper untergetaucht wurden.
Mit unserem Nachbarn wechselten wir auch noch ein paar Worte, also ich. Heidi brauchte dafür 80 min. Ihr Wassertank war irgendwo undicht. Leider konnte ich da wenig helfen.



4.Tag
19.4
So

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Venedig, wir sind angekommen. Unser Zeltplatz "Venezia" ist in Mestre. Bis zum Piazzale Roma in Venedig sind es vier Kilometer.
Aber am Morgen entdeckte ich wozu unser Wohnwagen mißbraucht wurde. Ich hoffe der Regen spült es wieder ab. Diese Ferkel, ich meine Mücken, sie sind meine größten Feinde in der Tierwelt. Sie finden mich immer.
Unsere Nachbarn aus Aquileia bzw. dem Hunsrück treffen wir hier wieder. Es freud einen doch, wenn man ein bekanntes Gesicht trifft. Wir empfahlen ihnen bei einem italienischen Caravanhändler nach einen ACSI-Katalog zu sehen. Die Preise sind bis zu 50 % niedriger. Dieser Platz in Mestre kostet sie 30,oo €, wir kommen mit 18,oo € davon.
Am Nachmittag waren wir in Mestre, die Stadt auf dem Festland vor Venedig. Für eine Stunde das Zentrum durchschritten. Es gibt viel zu tun.
Gegen 18:oo begann dann die Suche nach Heidis Tabletten, ....



5.Tag
20.4
Mo

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Kurzfassung Venedig: Wir standen 8:30 am Bus nach Venedig. Am Platz Roma stiegen wir in ein Vaporetto (Boot) der Linie 2, das uns zum Marcusplatz brachte. Wir sahen als erstes eine 200 Meter lange Schlange und stellten uns an, denn es ging in die Basilika. Wir standen nicht lange, da die Saison noch nicht begonnen hat. Einen Kaffee auf dem Marcusplatz und anschließend in die nächste Schlange um in den Dogenpalast zu gelangen. Der Palast war schon beeindruckend. Einen nicht unbeträchtlichen Teil des Palastes nahm das Gefängnis ein. Dieses wurde sogar bis 1940 genutzt. Zurück quer durch Venedig über unzählige Brücken und wieder in den Bus. Nach 8 Stunden waren wir wieder am Wohnwagen.
Nora hat gesagt, einen Kaffe müßt ihr auf dem Marcusplatz trinken. Zum Kaffee hat eine kleine Kapelle mit 4 Musikern gespielt, der Kellner war sehr höflich, die Sonne hat auf uns herabgeblickt und der Kaffee war sehr gut, also müssen wir uns nicht ärgern.

Mit den Campern die wir von Aquileia her kannten tranken wir noch ein Glas Rotwein, da sie nach ihrem Venedigbesuch bei uns vorbei kamen.



6.Tag
21.4
Di

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Heute war Brückentag. Es sollte das ganze Venedig durchforstet werden nicht nur die Perlen der Stadt. Wir begannen wieder beim Piazzale Rom, liefen nach Dorsoduro bzw. Accademia, dann durch San Marco sowie nach Cannaregio und zurück zum Piazzale Roma.
Die Brücken zu zählen, die wir benutzten, gab ich bald auf. Die Brücken die wir nur sahen zu zählen war einfach unmöglich. Auch die Brücken die wir 2 mal überqueren mussten, weil wir uns verlaufen hatten, wurden von uns zum Ende der Tour weder erfasst noch waren wir in der Lage alle dies noch aufzunehmen, da uns die Kräfte merklich verliesen.
Die Pizza für zehn Euro war sehr gut, das 0,4 l Bier schmeckte auch aber nur bis wir den Preis von 7,oo € auf dem Quittung lasen.
Die Kurtaxe für Venedig beträgt 0,14 € für Erwachsene, 0,07 € für Kinder.



7.Tag
22.4
Mi

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Wir bummeln heute wieder mit unserer Schrankwand auf Italiens Landstraßen dahin. Cervia ist unser nächster Halt. Der Campingplatz Adriatico wird im ACSI-Katalog zwar hervor gehoben, hält dieses aber nicht. Dann diese Sicherung, 6 A, da können wir morgen den Heizlüfter nicht einschalten. Aber für 16,oo € sollte man nicht meckern.
Am Strand wurde mit Bulldozern und Radladern der Sand für die neue Saison verteilt.
Entgegen aller Aussagen sind die Preise in den Kaufhallen ähnlich wie bei uns. Eine andere Aussage hat sich auch als unwahr erwiesen, denn es geht ausgesprochen freundlich auf Italiens Straßen zu. Natürlich haben wir ausgerechnet heute auch einen Idioten am Steuer erlebt, aber diese treten vermehrt auch bei uns auf.



8.Tag
23.4
Do

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Es gibt Augenblicke da geraten Kirchen aus dem 4 Jh. etwas ins Abseits. Der Rosso schmeckte hervorragend und manche meiner Seiten wären ohne einen Roten kaum gelungen. Man nehme also eine leere Plasteflasche begibt sich ins Geschäft und füllt sich selber etwas ab. Also, wenn Mittags die Flasche leer sein sollte , dann ein kurzes Schläfchen und wieder ins Geschäft ....
Der Tag fing aber mit einer Fahrt nach Ravenna an. Vom Parkplatz liefen wir durch eine kleine Innenstadt, die uns mit ihrer Schönheit überraschte. Danach tauchten wir ins 5. Jh. zu Zeiten Thedorichs ab. Wir besuchten das Mausoleo di Galla Placidia. Vollkommen unscheinbar von außen zeigte es innen Mosaikarbeiten aus dem 4. Jh. Ähnlich auch die Mosaikarbeiten auf Boden, Wänden und Decken in den Basalikas San Vitale und Sant Apolinare.

Im Museum Arcivescovile sahen wir einen Bischofsstuhl kpl. aus Elfenbein, den kann ich euch leider nicht zeigen, da eine Aufsicht, als ich den Fotoapparat hochnahm, mich mit den Gegebenheiten des Hauses vertraut machte. Das Fotografieren war hier verboten.
Apfelsinen von der Ernte 2015 kaufen, Erdbeeren aus Italien, diese schmecken auch wie Erdbeeren und zurück zum Campingplatz. Nach einem kurzen Schläfchen aufs Rad, danach schnell zum Roten, siehe oben.



9.Tag
24.4
Fr

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Heute standen 2 Punkte auf dem Plan, San Leo und San Marino. Das Wetter war heute für das Fotografieren ungeeignet, da keine Weitsicht vorhanden und alles im Dunst lag. Auch sehr viele Radfahrer waren heute zu diesen Städten auf den Straßen unterwegs. Dabei ging es ständig bergauf. Die Krönung aber war eine alte Frau mit 2 großen, vollen Beuteln am Lenker einen übergroßen auf dem Gepäckträger und einen Krückstock, den sie auch noch festhielt.
In San Leo baute der Erimit, der heilige Leo, im 4. Jh. eine Pfarrkirche. Dann kam eine Kathedrale, ein Glockenturm und ein Kloster dazu. Es wurde im 6. Jh. notwendig eine Festung zu bauen, da die Goten und die Byzantiner keine Freunde werden wollten. So wurde auf dem nahe stehenden Felsen eine errichtet,
Der gesamte Ort war wunderschön heraus geputzt. In der Backstube war in einer Ecke ein kleiner Verkaufstresen gepresst, so daß man eigentlich mitten in der Backstube stand, wenn man etwas kaufen wollte.
Der Weg nach San Marino war wieder abenteuerlich. Die Straßen in Italien sind im allgemeinen sehr schlecht.
Wenn es denn eine Weltmeisterschaft im Ausweichen von Schlaglöchern geben würde, dann wären die Italiener Weltmeister. Ich beteilige mich mit mäßigen Erfolg an den Ausweichmanövern.
Kaum in Land San Marino angekommen gibt es ein neues Bild. Die Straßen sind einwandfrei und die Häuser zeigen keine Verschleißerscheinungen. Der Landstrich und die Stadt machte einen sehr gepflegten Eindruck.
Die Stadt San Marino ist von hunderten Touristen geprägt, die sich drängelnd durch die Gassen schieben. Es lag aber nirgends Papier oder ähnliches herum, denn es gab unzählige Papierkörbe.
Obwohl wir an fast allen Geschäften ohne anzuhalten vorbei kamen, waren die Burgen, 3 Stück, nicht zu schaffen, so suchten wir uns eine aus. Der so genannte Kaufvorteil durch die niedrige Mehrwertsteuer in San Marino aber war dahin als ich entdeckte, dass mein Laphroaig 10 Jahre hier 9 € mehr kostete als zu Hause.



10.Tag
25.4
Sa

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Heute wurde aufs Rad gestiegen. Es ging zur Information. Free Wifi hies die Frage. Also auf den zentralen Platz von Cervia und eine Sitzgelegenheit suchen. Post abholen und die Homepage hochladen.
Dann ins nahe gelegenen Naturschutzgebiet eine Runde drehen, anschließend mit dem Rad in den Hafen, das kleine Zentrum von Cervia besuchen und wieder zum Campingplatz zurück.
Hier trafen wir Deutsche die uns mit neuen Informationen über evtl. Reiseziele versorgten. Also korrigierte ich meinen Plan. Das wird mir bestimmt noch öfter passieren.
Auf dem Platz zieht am Abend wieder Ruhe ein, die Italiener haben sich auf den Heimweg gemacht. Auch auf den Straßen haben wir sehr viele italienische Wohnmobile gesehen. Es gibt auch Parkplätze voll mit Wohnmobilen. Da man in Deutschland wenig Camper aus Italien sieht, ist man von der Anzahl hier überrascht. Die meisten fahren nach dem Wochenende wieder nach Hause und wir weiter in den Süden der Sonne entgegen in der Hoffnung, dass der Genosse Celsius, der Heizer des Tages, etwas für seine Temperaturen macht.



11.Tag
26.4
So

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Pineta in den Abruzen war unser Ziel. Wir sind 7 Std. durch Italien gefahren. Immer an der Küste lang. Links das Meer, dann viel Beton in Form von Häusern, daneben eine Eisenbahn und eine Landstraße und wieder Beton, dann die Autobahn meist etwas oberhalb. Das alles nur mit kurzen Unterbrechungen. Wir dachten schon in Spanien schlimmer geht es garnicht, doch diese Küste mit den unzähligen Hotels übertrifft alles.
Unterwegs einen Zwischenstecker gekauft, damit man die italienischen Steckdosen auf dem Campingplatz benutzen kann. Heidi will ihre Haare föhnen, das geht mit max. 6 A der Campinganlage im Wohnwagen nicht, denn 10 A gibt es nur in den Waschräumen. Unseren Wasserkocher benutzen wir schon nicht mehr, weil sich jedesmal die Sicherungen der Anlage verabschieden. Es soll auch Plätze mit 4 A für Wohnwagen und Wohnmobile geben, lassen wir uns überraschen.
Auf den Campingplatz trafen wir die Campingfreunde wieder. Ein Grund mehr das Wiedersehen zu feiern. So wurden wir zu einem Roten eingeladen. Der Regen beendete unser Treffen. Mit etwas Glück treffen wir uns wieder, denn auch sie bleiben noch ein weilchen in Italien.



12.Tag
27.4
Mo

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Es regnete. Also ins Auto, schließlich hatte ich eine Tour schon fertig. Es ging ins Gebirge. Serpentine an Serpentine, das hatte ich so nicht vorgesehen und Heidi kann Serpentinen nicht leiden, nicht mal um mir eine Freude zu machen. Das Serpentinen auch nur 2 m breit sein können war auch für mich neu. Nach 270 km sitzen wir aber wieder heil im Wohnwagen.
Über Chieti nach Popoli und weiter nach Calascio wo eine Burg, Rocca di Calascio, und eine Kirche, Santa Maria della Pieta standen. Das beste an der Burgruine war die 2km lange Serpentine die nur 2m breit war, lt. dem Verkehrschild. Die Kirche war etwas heruntergekommen wurde aber heute von etwa 20 Jugendlichen besucht. Beides aus dem 15. Jh. , so ungefähr, also die Kirche und die Burg.
Das dieses Kichlein achteckig war hatte ich so auch noch nicht gesehen.
Dann weiter nach L´Aquila. Der Stadtkern wurde 2009 von einem Erdbeben fast völlig zerstört auch 50 Orte in der Umgebung. Der Stadtkern ist eine einzige Baustelle. An einigen Fasaden konnte man den einstigen Glanz noch erkennen, allerdings ging der Blick auch durch die Fenster bis in den Himmel.
Die Weiterfahrt über die SS80 zurück an die Küste ist eine der schönsten Straßen Italiens. Allein die Kletterfelsen, ähnlich denen in der sächsischen Schweiz aber wesentlich höher, denn es ging von 1200 m herab zum Campingplatz.
Das Wetter war für diese Fahrt viel zu schlecht. Es regnete mal mehr, mal weniger aber immer wenn ich aus dem Auto ausstieg.



13.Tag
28.4
Di

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Teramo wollten wir auch kennen lernen. Eine Altstadt, eine Einkaufsstraße und viele Kirchen. In Saint´Antonio war eine etwas ältere Dame mit Staub wischen beschäftigt. Sie sprach uns plötzlich an obwohl sie kein deutsch sprach. Sie führte uns. Erklärte uns alles in italinisch. Sie zeigte uns auch einen Altar unter dem der gestorbene Pfarrer der Gemeinde im Jahre 1227 begraben wurde.
Dann in die Kathedrale, fotografieren, und einen Rundgang durch das Stadtzenrum.
Am Nachmittag noch eine Runde mit dem Fahrrad. Man kann in Italien mit dem Fahrrad fahren, obwohl uns alle sagten, dass so etwas sehr schwierig sei. Hier nimmt jeder auf Radfahrer Rücksicht. Ob Jung oder sehr Alt jeder fährt hier mit. Ich gebe zu die Autofahrer müssen sehr viel Rücksicht nehmen, denn die Radfahrer leisten sich hier einiges.
Wie schon beschrieben liegt hier alles sehr nah beisammen, Eisenbahn, Landstraße, Autobahn und das Meer. Dabei habe ich den Campingplatz vergessen, der liegt nämlich mittendrin. Genau gesagt fährt der Schnellzug nach Rom 50 m neben unserem Wohnwagen vorbei und es gibt noch viele andere Züge.



14.Tag
29.4
Mi

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Wir fuhren vom Campingplatz, mit dem Heck meines Wohnwagens stieß ich einen Feuerlöscher um. Die Einfahrt war sehr eng und ich kam nicht mit einmal durch, so fuhr ich ein Stück zurück, dabei legte ich den Löscher um.
Auf der Autobahn plötzlich ein Knall und das Geräusch als würde Luft abpfeifen. Also rechts ran und die Reifen kontrollieren. Alle Reifen waren aber in Ordnung. Wir stiegen ein und fuhren weiter. Aber bei 80 km/h war Schluss, das Notlaufprogramm des Autos ließ nicht mehr zu. Wir riefen den ADAC an. Danach wurden wir von Mercedes Italien angerufen. So fuhren wir von der Autobahn ab nach Termolie. Da bekamen wir 2 SMS mit Mercedeswerkstätten. Während ich das Navi fütterte ging Heidi einfach in die Werkstatt neben der Straße und bekam eine Werkstatt in der Nähe genannt. Wir fuhren hin. Die Werkstatt Flori ließ uns den Hänger abhängen und der Meister schaute in den Motorraum und erklärte uns, der Turboschlauch, jetzt sah auch ich den frei hängenden Schlauch. Eine Notreparatur für die schnelle Weiterfahrt war möglich.
Es war 13:oo und der Meister sagte etwas von Mittag und wir sollten 15:oo wiederkommen.
Wir liefen etwa 3 km in die Stadt und sahen eine Bar. Die Speisekarte hing draußen. Als wir nahe genug heran waren stellte sich dieser aber als Busfahrplan heraus. Wir gingen trotzdem in dieses Häuschen. Im Nebenraum waren 3 Tischen mit 7 Leuten besetzt. Kaum saßen wir kam der Herr des Hauses und bediente uns. Er erkannte sofort, dass wir hier nicht hingehören und versuchte es in Englisch. Zu unseren Spagettis bekamen wir auch einen großen Löffel, diesen legten wir sofort zur Seite. Er und wir lachten, wahrscheinlich waren hier schon einige Deutsche die zu den Spagettis einen Löffel brauchen.
Die Spagetti und das Bier, 0,66 l, waren perfekt und die 12,3o € kratzen an unseren Vorgaben auch nicht.
In der Werkstatt wurde uns vorgeschlagen ein Originalteil einzubauen, da Freitag der 1.Mai war, dann Sa und So kam, also Montag geliefert wird von Mercedes blieb eben der Dienstag für die Reparatur.
Wir hängten den Wohnwagen wieder an und fuhren die restlichen 150 km zu unserem geplanten Zeltplatz. In Italien öffnen die meisten Campingplätze erst Mitte Mai. Der Nächste war zwar in 130 km aber wegen der 20 km auf einen mit 4 A zu fahren macht da auch keine Freude. Der Geplante hat 10 A und freies Internet.
Die letzten 40 km hatten es aber in sich. Von Rodi bis Vieste waren Serpentinen aneinander gereiht. Ich mußte mehr als einmal das ABS bemühen. Das waren keine Kurven, diese Straße schlug Haken und meistens mußte ich auf die Gegenseite um diese Kurven ohne Schaden zu befahren. Heidis Kommentare ... oh ... oh, oh ...



15.Tag
30.4
Do

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Die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite, den ganzen über zeigt unsere Temperaturanzeige 21° C an. Nach dem Kampftag gestern, nutzen wir den Tag heute um etwas Grund in unserem Wohnwagen zu bekommen. Der Winter hinterließ im inneren wie am äußeren ein paar Spuren die wir nun beseitigten. Ein Spaziergang an der hiesigen Steilküste beendete unseren Einsatz.
Die Italiener sind am Wochenende wieder zahlreich angereist. Jetzt zum Abend werden sie etwas geselliger welches mit zunehmender Lautstärke einhergeht.
Diesen Campingplatz, Baia e Cala Campi können wir nur empfehlen. Er ist mit dem in Venedig das Beste was wir bisher gesehen haben und liegt zwischen Vieste und Manfredonia.



16.Tag
1.5
Fr

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Unterwegs nach Vieste, wieder viele auf Motorrädern und Fahrrädern unterwegs. Einigen sieht man deutlich an, wie sie sich die Serpentinen nach oben quälen. An einigen Wendepunkten sind Parkmöglichkeiten wo man die Küste fotografieren kann.

Vieste ist ein kleines Städchen mit einer Hauptstraße, einem kleinen Hafen und den typischen engen italienischen Gassen. In einer Gasse ein Tante Emma-Laden.
Im Zentrum ein Parkplatzwächter der von uns 2 € haben wollte. Wer der Mann war blieb uns unbekannt. Als wir gingen, sahen wir, dass auch andere ihm Geld gaben.



17.Tag
2.5
Sa

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In Manfredonia war heute Männertag. Wir nehmen an, dass hier jeden Sonntag Männertag ist. Auf der Hauptstraße waren viele, sehr viele Männer mit schwatzen beschäftigt, Männer jeden Alters. Ein für uns ungewohntes Bild. Wahrscheinlich dürfen sie erst wieder zum Mittag nach Hause.
An einer Kirche war der kath. Gottesdienst gerade beendet. Der Pfarrer im goldenen Gewand verabschiedete alle, er gab fast jeden die Hand.
Auf nach Monte Sant`Angelo. Eine Kirche in der es viele Treppen nach unten ging, in eine Grotte. Die Grotte wurde schon im 3. Jh. als Orakelort benutzt. Aber um 490 erschien hier der Erzengel Michael. Also mußte ein Kirche her. Auch hier ein Gedrängel auf den Straßen. Die Sraßenhändler stören ein wenig das Bild rings um die Kirche und das Castello.
Ein Castello gab es hier auch, leider nur eine Ruine. Die Kinder des Staufenkönigs Friedrich II. wurden hier geboren. Das Castel del Monte des Friedrich wollen wir aber erst nächste Woche besuchen.
Der 3. Punkt heute war ein Wald, den Foresta Umbra. Es ist der Rest eines Waldes der einmal ganz Apulien bedeckte. Einen Augenblick glaubten wir uns in Hinterhermsdorf zu befinden.
Heidi hatte noch ein Erlebnis: Wir haben heute auch die letzte Serpentine diese Landstriches durchfahren. Man muß dazu sagen, hier hatte fast jede Kurve den Namen Serpentine verdient.
Das diesige Wetter der letzten Tage läßt gute Aufnahmen in die Ferne kaum gelingen und dann ist da noch der Fotegraf ...



18.Tag
3.5
So

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Wir lassen den Besuch von Foggia ausfallen und geniesen das Meer in Apulien. Gegen elf bewegen wir uns nach Vieste zum Markt. Aber Markt ist hier etwas anderes als in Frankreich, kaum Lebensmittel aber Kleider, Matratzen, Schuhe und Touristikschrott. An der Tanke wollten sie unsere Kreditkarten nicht. Also Bargeld suchen und für 30 € tanken. Die letzten 5,oo € für Erdbeeren mussten sein. Wir waren pleite. Unser Geld lag im Wohnwagen. Der Parkplatzwächter wollte auch noch 2 €.
Da wir noch Zeit hatten schnell einen Besuch in der Kathedrale. Die Kirche festlich geschmückt. Ein Sänger probte für ein Konzert heute Abend. Also 3 Fotos und durch die Stadt zurück zum Auto. Unterwegs in ein kleines Gemüsegeschäft. Für die Tomaten fanden wir noch 2,50 € und fuhren zum Platz.



19.Tag 
4.5
Mo

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Der Wecker schmeißt uns gegen halb 6 aus dem Bett, so dass wir 7:3o auf dem Weg in die Werkstatt zu Meister Florio sind, denn wir sollten gegen 8:oo in Termoli sein. Nach der Notreparatur letzten Donnerstag, wo wir nichts zu bezahlen brauchten, waren wir gespannt was es heute kosten würde. Nach 90 min gab uns der Meister das Auto zurück und ich bezahlte 238,oo €, für das Originalteil und die Arbeitszeit. Wir sind sehr zufrieden und wollen gar nicht wissen was wir bei Mercedes bezahlt hätten. Ich habe noch nie eine Werkstatt erlebt, wo ein Auto von der Bühne genommen wird nur um an meinem Fahrzeug eine Reparatur zu erledigen. Der Meister war ausgesprochen höflich. Er erzählte, dass er 10 Jahre in Basel gearbeitet hat. Als seine 2 Töchter in die Schule kamen, zog es ihn nach Italien zurück. Jetzt hat er 4 Töchter. Ihn plagen die Sorgen genau wie uns: hohe Steuern, der Mittelstand wird immer mehr geschröpft und jetzt will Italien die Mwst. auf 23 % anheben.
Rauf auf die Autobahn und zurück. Die Höchstgeschwindigkeit in Italien auf Autobahnen ist 130 km/h, ich fahre 140 km/h und bin meistens der Langsamste. Auch auf den Straßen wo oft 70 oder 90 km/h erlaubt sind werde ich ständig überholt. Nein, es liegt nicht am Auto, schließlich ist es repariert. Aber Meister Florio hat mich über die Strafen aufgeklärt.
Auf dem Rückweg machen wir eine Pause in Foggia. Wir betreten eine Bar, bestellen 2 Kaffee und ich genehmige mir nach erfolgreicher Reparatur ein großes Stück Kuchen. Heidi und ich hatten große Mühe uns zu unterhalten, so einen Lärm machten die Anwesenden. Außerdem war ich wieder überrascht über die klitzekleine Pfütze die da in meiner Kaffeetasse war. Ich gab mir große Mühe diese in zwei Schluckeinheiten einzuteilen.
Wir bogen noch nach Mattinata ab um etwas einzukaufen, denn weder in Vieste noch in Manfredonia waren wir mit den Angeboten zufrieden. Wir kauften etwas vom Roten, Backwaren und wieder Selters. Mit dem Supermercato waren wir recht zufrieden. Der ganze Ort Mattinata war außerdem beeindruckend ordentlich. Der Tag war anstrengend, so dass Heidi beschloss wir brauchen noch einen Ruhetag.



20.Tag
5.5
Di

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Der Ruheteag war auch einer. Natürlich gibt es für den Hausherren immer etwas zu tun. Darüber redet man aber nicht. Solche Arbeiten sind selbstverständlich. Alleine eine kleine Aufzählung würde den Rahmen meiner Homepage sprengen. Wir Männer haben es halt immer etwas schwerer ...

Nach dem Kaffeetrinken packen wir wieder einmal langsam zusammen. Morgen ist Reisetag. Es soll in den Süden Apuliens gehen. Da wir aber einen Umweg zum Castel del Monte geplant haben, kann ich noch nicht einschätzen ob wir es bis nach Lecce schaffen.
Der Platz hier war sehr gut, wenn ich 4 Wochen mehr Zeit hätte, würde ich hier bleiben. Der Platz 14 Meter über dem Meer, freier Blick über die Adria, einen Strand wie an der Ostsee und trotzdem mitten in einem Wald, dass ist nicht besser zu bekommen.



21.Tag
6.5
Mi

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Wir fahren los und kommen bis zur Pforte, denn es ist keiner da, der unser Geld für sieben Nächte haben will.
Schnell lassen wir die letzten Serpentinen hinter uns und sind auf dem Weg zum Castel del Monte, dem Schloss des Staufenkönigs Friedrich II. Da es gerade saniert wird, war nicht alles zu besichtigen. Dutzende Schulklassen, Israelis und viele Italiener waren auf dem Weg zum Schloss mit dem Bus vom Parkplatz hier hoch gefahren. Die Leute die es uns gleich taten, den Weg zu Fuß zurückzulegen waren aber alles Deutsche und die kleineren Kinder. Die große Anzahl von Jugendlichen und Kindern denen wir hier überall begegneten, lassen uns doch staunen. Am lustigsten fand ich die Falltür die sich am Eingang aber im Schloss befand.
Einen schweizer Busfahrer fragte ich vorsichtig, warum er sich nicht an die 50 km/h Begrenzung hält oder woran er erkennt, dass man schneller fahren kann. Seine Antwort: "In Apulien macht jeder was er will".
Die Weiterfahrt nach Lecce zog sich dann hin. Auf dem Zeltplatz übersah dann noch mein Auto einen Feuerwehrkasten, rot war das Ding auch noch. Wenn man nicht genau hinschaut sieht man eigentlich nichts am Feuerwehrkasten. Und für solche Fälle gibt es einfach und das brauchte ich auch, was vom Roten.



22.Tag
7.5
Do

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Ein Mohnfeld, ist ähnlich einem Leinfeld selten zu sehen.
Wir besuchen Ótranto. Eine kleine Stadt mit Burg und Cattedrale. Die Burg ist geschlossen, da sie gerade mit EU Geldern aufgebaut wird. Die Cattedrale Santa Maria Annunziata hat einen herrlichen Mosaikfußboden. In der Capella del Martiri sind die Gebeine von Christen zu sehen, die von den Türken 1480 einen Kopf kürzer gemacht wurden. Unter dem Altar ist der Richtblock untergebracht. Auf diesem wurden 800 Christen ihres irdisches Leben beraubt.
Und wieder waren hunderte Jugendliche auf den Füßen um ihre Geschichte kennen zu lernen.
Auf dem Rückweg verliesen wir die Hauptstraßen und fuhren durch die Olivenplantagen. Fast 40 % der Olivenbäume waren arg zurecht gestutzt. Eine Krankheit ist die Ursache, dass ein großer Teil der Ernte auf Jahre verloren geht.
Am Platz trafen wir wieder Camper die wir von Pineta kennen. Jeder freut sich, als hätte man alte Bekannte getroffen. Sie kommen aus Wetzlar. Er gab mir Tips für weitere Campinplätze und er erhielt eine Einweisung für Navigationsgeräte. Während die Frauen schwatzten, erörterten wir technische Deteils der Routenplanung.



23.Tag
8.5
Fr

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Lecce, die Stadt mit dem meisten Barock in Italien. Ja es stimmt, wenn sie noch ein paar Millionen in die Häuser stecken könnten. Ohne diese Gelder verschwindet das Meiste. Die Kirchen und ein paar ausgewählte Gebäude sind restauriert und zeugen vom Glanz der letzten 500 Jahre. Private Häuser stehen meistens leer und verfallen.
Piazza Duomo, Kathedrale, Glockenturm, Pristerseminar und Bischofspalast, ein wahrlich barockes Bild. In der Kathedrale ein Altar aus Marmor aber mit Intarsien aus farbigen Marmor. Die Säulen mit umringenden Girlanden aus Stein gehauen. Große Gemälde an den Decken die von unten kaum zu erkennen sind.
Einen italienischen Juden trafen wir und schwatzten. Es gibt noch 3 jüdische Familien in Lecce. Nach dem Krieg sind die meisten von hier fortgezogen. Die nächste Synagoge ist in Bari.
Der Barock in Lecce wurde auf Grund des vielen Geldes im 16. Jh. auf die Spitze getrieben. Die Fasaden der Kirchen und die Seitenaltare scheinen der Last der Ausschmückungen kaum Stand zu halten.
Die Basilika di Santa Croce strahlt, schon fast im neuen Glanze, denn noch stehen Gerüste vor ihr. Der Barock im Inneren überstrahlt dann noch alles bisher gesehene. Sie wurde gebaut als Triumpf des Sieges über die Türken.
Ein Glück das die Toten der Kriege so ruhig sind, so kann man immer weiter rüsten. Schuld sind sowie so immer die Anderen. Wozu hat Griechenland eine so riesige Armee über die in dt. Zeitungen nie etwas steht und der neue schöne russische Panzer der vor ein paar Tagen vorgestellt wurde, sinnlos ...
Dann waren wir noch einkaufen bei COOP. Den Bäckern konnte man zusehen und die Käsemacher schöpften den Mozarella vor unseren Augen aus den Gefäßen. Wir wählten 4 Mini aus. Die Fleischer kämpften mit den Schweinehälften. Der Fischstand war riesig. Die Gemüse und Obststände waren nicht zu überblicken. Es wurde von uns Gemüse gekauft, dessen Namen wir immer noch nicht wissen. Wir wollten eigentlich nur Brot kaufen, deshalb haben wir keinen Wagen sondern einen Korb genommen. Nach einer Stunde kamen wir vollbeladen zur Kasse.
Trotzdem machten wir einen Abstecher zu Lidl. Naturjogurt mit etwas Fett, also 1,5 %, deutsche Butter, die italienische hat uns nicht geschmeckt, wir werden weiter oben nochmal welche versuchen und länger haltbare Milch sind nur hier zu bekommen.
Hier auf dem Campingplatz sind nur 2 deutsche und 5 holländische Camper. Gerade kam ein Franzose, diese sind hier eher selten.



24.Tag
9.5
Sa

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Ruhetag, die Sonne scheint und auf dem Campingplatz sind wir fast allein. Wir putzen etwas am und im Wohnwagen auch das Auto wird von uns nicht verschont. Ich packe die Sachen für kalte Tage endgültig weg. Danach lempeln wir etwas dahin.
Seit Ravenna verfolgen uns die Mücken. Aber was sie sich hier in Apulien leisten ist schon als unverschämt zu betrachten. Mitten in der Nacht gingen wir gestern auf Jagd. Der Mißerfolg zeigt sich deutlich auf meiner Haut.
Morgen geht es nach Kalibrien. Die Straßen werden schlechter, falls das noch möglich ist. Mit dem Wohnwagen meiden wir die Landstraßen und versuchen nur noch die Europastraßen zu benutzen. Den besten Belag haben die Autobahnen. Morgen ist aber keine in der Nähe. Im Navi werden 240 km angezeigt, dass sind etwa 4 Std. Fahrzeit.
Eigenartiger Weise gibt es hier fast keine Blumen mehr. Es ist zwar alles grün aber eben ohne Blumen. So hat auch mein Fotoapparat eben Urlaub.



25.Tag
10.5
So

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Auch diese Nacht haben wir gegen die Mücken im Wohnwagen gekämpft. Alle sind erwischt wurden, auch wir aber wir haben überlebt.
Wir stehen um 8:oo auf, waschen bezahlen und fahren los um wenig später wieder zu stehen. Der Stau beschäftigte uns etwa 1 Stunde. Als Hoffnung aufkeimte wurden wir plötzlich von der Schnellstraße auf eine Landstraße nach Brindisi geschickt. Unser Navi half hier nicht weiter, denn es wollte, dass wir wenden und dieses alle 2 Minuten. Dann die Erleuchtung der weiblichen Stimme und wir wurden plötzlich durch die Fußgängerzone von San Pietro geschickt. Die Straßen dahin waren eng und nach der Fußgängerzone wurde es auch nicht breiter. Ein Italiener in einem sehr großen Auto hielt sich ständig hinter uns. Als uns die Stimme dann auf die vollkommen leere Autobahn schickte, fuhren die Italiener langsam vorbei und bedankten sich bei uns. Ich bat das Navi um Entschuldigung für meine harten Worte.
Wir verließen Apulien, fuhren kurz durch Basilikata und kamen nach Kaliebrien. Seit Tagen schon begleitet uns die Sonne.
Als wir auf dem Zeltplatz ankommen fehlt unser rechter Außenspiegel, der Außenspiegel den ich zusätzlich anbringe, weil der Wohnwagen breiter als das Auto ist. Bevor ich den Wohnwagen abhänge, nehme ich lieber das Fahrrad und fahre die Straße wieder zurück, denn als wir von der Schnellstraße abbogen, war dieses Ding noch dran. Nach 3 km lag mein Spiegel am Straßenrand fein säuberlich getrennt zwischen Spiegelgestell und den Scherben. Am Wohnwagen kramte ich den alten Spiegel vom Passat heraus und hatte einen fast neuen Außenspiegel. Wenn ich denn das Auto zu Hause aufgeräumt hätte, hätte ich vielleicht keinen Reservespiegel, dann hätte ich jetzt ein riesen Problem.
Das haben wir uns wieder verdient, unser Zeltplatz, Camping-Villagge Pineta di Sibari, liegt direkt am Meer mit einen 100 Meter breiten Sandstrand. Die Bäume spenden genügend Schatten. Als der Wohnwagen stand, geniese ich das Bad im Mittelmeer. Da es etwas stürmig ist verzichte ich auf das Schwimmen.
Morgen sollen die 30 ° überschritten werden, was ungewöhnlich für den Mai ist, sagt der deutschsprechende Chef hier.
Nach dem Abendbrot muß auch abgewaschen werden. In der Sanitärzelle gibt es nirgends warmes Wasser nur in der Dusche findet man so etwas. Das ist bisher auf den meisten Plätzen so. Also mit ein klein wenig Glück bleibt man auch noch trocken.
Am späten Nachmittag trudelten langsam und mit verschiedenen Abständen eine Radfahrergruppe aus Holland hier ein. Sie sind von Palermo gekommen. Sie bauen Ihre Zelte auf und kochen gemeinsam. Ihre Sachen werden von einer ausgedienten Feuerwehr gefahren, nur strampeln müssen sie allein.



26.Tag
11.5
Mo

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Die Augen hatte ich noch nicht richtig auf, da hörte ich das Wort Ruhetag. Die Nacht war ruhig verlaufen, da wir keine Mücken zu Besuch hatten. Wir hatten durchgeschlafen.
Zum Frühstück saßen wir vorm Wohnwagen mit freien Blick auf das ionische Meer. Die Räder wurden von der Deichsel genommen und wir erkundeten den Sparmarkt. Den Nachmittag werden wir am Wohnwagen verbummeln. Auch die Radfahrertruppe hat sich einen Ruhetag gegönnt. Einer hatte sich ein Kopfkissen im Markt gekauft und auf seinen Rücken gebunden. Da gab es Gelächter. Man rätselte ob er wie ein Engel oder wie eine Ente aussieht.



27.Tag
12.5
Di

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Die Radfahrer sind weitergefahren. Wir gehen wandern. Die Raganello-Schlucht lag tief unten, der Weg war steil und wir liefen in der Sonne. Die Brücke über den Raganello war der Wendepunkt. Dann ging es 300 Meter nach oben auf 998 Meter, dass waren 615 Stufen. Das stand auf einer Tafel, denn nach zwei Stunden unter dieser Sonne fiel uns das Zählen nach der dritten Stufe schon schwer. Die Schlucht war schon gewaltig.
Als wir im Dorf einen Bewohner nach einem Kaffee fragten, führte er uns in ein Kaffee. Er sprach deutsch und blieb neben uns stehen als wir unseren Kaffee bestellten. Wir bezahlten 3,8o €. Als wir auf den Zettel sahen erkannten wir, dass er sich ein kleines Glas Frizante auf unsere Rechnung geleistet hatte. Heidi schwatzte mit ihm über seine Zeit in Deutschland und über die Lebensbedingungen in Civita.
Wir fuhren weiter und sahen von weiten eine etwas andere Kirche. Wir bogen ab nach Frascinet. Der Apotheker erklärte uns die Löcher in der Kirche und das sie, die Kirche, katholisch sei. Er wird es wohl wissen, denn sein Geschäft lag gegenüber. Wir tippten eher auf griechisch orthodox, denn es gab hier eine kleine albanische Minderheit. Die Kirche war wunderschön und von innen frisch restauriert.
Dann schnell noch nach Castrovillarie. Nach zwanzig Minuten saßen wir wieder im Auto und gaben dem Navi ein Zeichen uns wieder zum Campingplatz zu bringen. Dann fuhren wir Wege, denn Straßen konnte man dazu nicht sagen. Wir fanden den Campingplatz trotzdem, denn wir hatten ja noch unseren Straßenatlas auf Heidis Schoß. Wenn uns das nochmal passiert werden wir dem Navi sagen, dass wir die "deutsche Steffi" abwählen und uns von "deutsch Yannik" führen lassen wollen. Den hatten wir schon einmal in England raus geschmissen.



28.Tag
13.5
Mi

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Heute ging es aufs Rad. Nach einem Kilometer stand die Frage weiter fahren oder umkehren. Wir fuhren weiter gegen den Wind, auch wenn er Heidi ein oder zweimal vom Rad holte. Nach 8 km kam er dann von rechts hinten. Nach der nächsten Kurve hatten wir dann 15 km Rückenwind. Das Treten wurde eingestellt. Geschwindigkeiten bis 27 km/h ohne einmal zu treten. Danach einen Richtungswechsel, der Wind hatte darauf gelauert, auch mich holte er einmal vom Rad.
Auf dem Platz hatten sich inzwischen Camper aus Deutschland mit ihrem Wohnmobil vor uns aufgebaut. Siegertypen eben, es war überall genug Platz aber, na ja, wir beschlossen einfach zu bezahlen. Dann sind wir eben zwei Tage eher in Sizilien.
Die Temperatur zeigte heute das erste mal für draußen eine 30 an. Im Wohnwagen haben wir sie schon öfter.



29.Tag
14.5
Do

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Wir verabschieden uns aus langsam aus Süditalien. Sizilien, Scalea und die Amalfiküste gehören zwar noch dazu, liegen jedoch auf unsere Strecke nach Hause. Aber es ist der Beginn der Rückfahrt.



30.Tag
15.5
Fr

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Sizilien


 

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